Neben Unterricht und Arbeitsgemeinschaften gibt es am Woeste-Gymnasium eine Reihe weiterer Angebote, die das Schulleben prägen. Beratung, Schulsozialarbeit und Streitschlichtung finden Sie unter Beratung, die Arbeit der Schülervertretung unter Schülervertretung.
Schulgottesdienste
Die ökumenischen Schulgottesdienste finden während der Unterrichtszeit statt.
- Begrüßungsgottesdienst für die fünften Klassen: kurz nach Schuljahresbeginn in der großen Aula, meist unter dem Motto der Begrüßungsfeier.
- Weihnachtsgottesdienste: Kurz vor Weihnachten feiern die Klassen 5 und 6 in der nahe gelegenen Christ-König-Kirche, die Mittelstufe in der großen Aula und die Oberstufe in der kleinen Aula – zeitgleich in drei Gottesdiensten.
Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler und Eltern bereiten die Gottesdienste gemeinsam vor und legen das Thema fest. Die Musik gestalten die Musiklehrkräfte mit Schulchor, Vokalensemble, Instrumentalgruppen und Schulbands. Mehr zum Fach unter Religionsunterricht.
Verkehrserziehung
Verkehrserziehung ist mehr als das Einüben von Regeln. Nach der Empfehlung der Kultusministerkonferenz trägt sie zur Sicherheits-, Sozial-, Umwelt- und Gesundheitserziehung bei – man spricht heute auch von Mobilitätsbildung:
- Sicherheit: Verkehrssituationen sicher und selbstständig bewältigen – mit flexiblem, vorausschauendem Verhalten statt starrer Regelbefolgung.
- Soziales Lernen: Mitverantwortung, Rücksichtnahme und die Bereitschaft, auf Vorrechte zu verzichten.
- Umwelt: Umweltbelastungen durch Verkehr kennen, das eigene Verhalten kritisch prüfen und begründet Verkehrsmittel wählen.
- Gesundheit: psychomotorische Grundlagen fördern – Radfahrausbildung ist auch Bewegungs- und Gesundheitsförderung.
Angebote am Woeste-Gymnasium:
- Klasse 5: Fahrradkontrolle und Fahrradprüfung mit der Polizei, Verkehrsunterricht, Erste-Hilfe-Kurs
- Oberstufe: Verkehrsunterricht durch die Verkehrspolizei und Fahrsicherheitstraining mit dem eigenen Pkw
Weitere Bausteine, etwa der „Crashkurs NRW“, sind unter Prävention aufgeführt.
Jungenförderung: Projekt „Herausforderung“
Beim Projekt „Herausforderung“ wandern bis zu 20 Jungen der Klassen 7 bis 9 fünf Tage und vier Nächte durch die Südeifel – etwa von Trier über Kordel und Kloster Himmerod nach Manderscheid. Sie planen mit, kochen selbst, organisieren Übernachtungen und lösen unterwegs Probleme und Konflikte als Gruppe. Handys und andere elektronische Geräte bleiben zu Hause (eine Digitalkamera ist erlaubt).
Ziel ist, dass die Jugendlichen außerhalb der Schule Fähigkeiten wie realistische Selbsteinschätzung, Selbstorganisation, Kommunikation, Teamarbeit und Durchhaltevermögen entwickeln. Gerade Jungen in der Pubertät brauchen nach Erkenntnissen der Jungenpädagogik solche Herausforderungen. Zugleich werden Inhalte aus Biologie, Erdkunde und Geschichte praktisch erfahrbar; die Ergebnisse präsentieren die Teilnehmer anschließend.
Teilnahme, Kosten und Versicherung
- Bewerbung: mit einer einseitigen schriftlichen Bewerbung zu Motivation, Erwartungen und eigenen Ideen; auch die körperlichen Voraussetzungen werden berücksichtigt. Eine Bewerbung garantiert keinen Platz.
- Vorbereitung: Die Teilnahme an der Wander-AG ist verbindlich.
- Termin: in den Pfingstferien.
- Kosten: unter 200 Euro für Fahrt mit Bus und Bahn, Übernachtung in Herbergen oder auf Campingplätzen und Verpflegung. Das Jugendamt Hemer unterstützt mit Leihausrüstung (Rucksäcke, Zelte, Schlafsäcke, Kochgeschirr).
- Begleitung: zwei Lehrkräfte, ggf. ergänzt durch eine erfahrene Fachkraft des Jugendamtes.
- Versicherung: Das Projekt ist eine genehmigte Schulveranstaltung; die Teilnehmer sind über die Schule unfallversichert. Eine Haftpflichtversicherung müssen die Eltern abschließen (meist bereits vorhanden).
- Nach der Bewerbungsphase gibt es einen Informationsabend für die Familien.
Schülerversammlungen
Nach dem Vorbild der „Assembly“ an Schulen in englischsprachigen Ländern findet am letzten Schultag vor den Sommerferien eine Versammlung der ganzen Schule statt. Die Lehrerkonferenz hat sie 2001 fest in das Schuljahr aufgenommen. Ziele sind:
- das Zusammengehörigkeitsgefühl und soziales Engagement in der Schülerschaft stärken
- die Verbindung zwischen Schülerschaft und Lehrkräften vertiefen
- besondere Leistungen und gute Schulleistungen anerkennen
- Informationen weitergeben
Auf dem Programm stehen zum Beispiel Musik von Schulbands, ein Rückblick auf Höhepunkte des Schuljahres (Theater, Konzerte, Wettbewerbe, Abitur), die Vorstellung neuer und die Verabschiedung ausscheidender Lehrkräfte, ein Jahresrückblick der SV, Ehrungen für außerunterrichtliches Engagement und Wettbewerbserfolge sowie für die besten Schulleistungen jeder Klasse. Weil die Aula nur rund 400 Personen fasst, wird die Versammlung für jüngere und ältere Jahrgänge nacheinander durchgeführt.
Wetterstation
Seit Dezember 1999 hat das Woeste-Gymnasium eine eigene Wetterstation, die aus Vorläufern einer Physik-AG hervorgegangen ist. Sensoren für Luftdruck, Temperatur, Luftfeuchte, Wind, Niederschlag, Helligkeit und Sonnenscheindauer sind an verschiedenen Stellen auf dem Schulgelände angebracht. Sie funken ihre Messwerte alle fünf Minuten an einen Rechner, der sie speichert und auf einem Monitor in der Eingangshalle anzeigt. Das System arbeitet netzunabhängig, sodass keine Daten verloren gehen.

Die lückenlos gespeicherten Daten lassen sich über lange Zeiträume auswerten und im Unterricht nutzen. Die Stadtentwässerung Hemer verwendet die Niederschlagsdaten als zusätzliche lokale Messwerte, und gelegentlich fragen auch Bürgerinnen und Bürger nach dem Wetter an einem bestimmten Tag.
Tellurium
In der Eingangshalle hängt links neben der Tür ein Tellurium von ungewöhnlicher Größe (etwa 3 × 2 m), dessen Drehachse senkrecht zum Betrachter steht. Es zeigt modellhaft die Bewegung von Erde und Mond um die Sonne. Entworfen und entwickelt wurde es 2000 bis 2003 von zwei Physiklehrern der Schule, unterstützt von einem Techniker, der die Mechanik konstruierte, und einem ehemaligen Schüler, der die Steuerung programmierte.

Im Zentrum leuchtet ein Halogenstrahler als „Sonne“. Der Hauptarm trägt Erde (ein kleiner Globus) und Mond (ein Tennisball) und dreht sich einmal im Jahr – das aktuelle Datum lässt sich am Schattenwurf auf einem großen Holzrahmen ablesen. Im Rahmen zeigen vier Bilder aus der Kunst-AG jahreszeitliche Motive aus Hemer. Der Globus wird im Tagesverlauf nachgeführt, und auch die Mondphase stimmt mit dem Datum überein.
Im Unterricht kann die Anlage von Hand gesteuert werden, um Phänomene wie Jahreszeiten und Tageslängen, die Situation an verschiedenen Breitengraden, Polartag und Polarnacht oder Mond- und Sonnenfinsternisse zu zeigen. Eine ausführliche Beschreibung hängt neben dem Modell.