Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden gemeinsam die Schulgemeinschaft des Friedrich-Leopold-Woeste-Gymnasiums. „Leitbild und Schulvereinbarung“ beschreiben, woran wir unser Handeln ausrichten und welche Verpflichtungen wir in unserem Verhalten beachten wollen.
Die Ursprungsfassung hat die Schulkonferenz am 1. April 2008 beschlossen; hier steht die aktualisierte Fassung vom 3. Februar 2017.
Präambel
Wir, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern sowie städtische Angestellte, bilden die Schulgemeinschaft des Friedrich-Leopold-Woeste-Gymnasiums in Hemer.
Es ist unser gemeinsamer Wunsch, dass das Friedrich-Leopold-Woeste-Gymnasium ein Lebens- und Lernort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ist, der von Toleranz, angstfreier Atmosphäre, gegenseitigem Respekt und wertschätzendem Umgang geprägt ist.
Aus diesem Grund formulieren wir ein Leitbild, an dem wir unser Handeln orientieren, sowie Verpflichtungen, die wir in unserem Verhalten beachten wollen.
Leitbild
Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft begegnen einander mit Toleranz, Wertschätzung und Respekt; sie arbeiten in allen Prozessen verantwortungsbewusst und vertrauensvoll zusammen und gehen miteinander freundlich und höflich um.
Eltern, Lehrkräfte und ältere Schülerinnen und Schüler sind sich ihrer Vorbildfunktion bewusst.
Schulvereinbarung
1. Verpflichtungen der Schülerinnen und Schüler
Ich werde mich bemühen, durch folgende Verhaltensweisen zu einer guten Lernatmosphäre und zu einem positiven Sozialklima in der Schule beizutragen:
- Ich zeige eine positive Arbeitshaltung und vermeide Störungen des Unterrichts und des übrigen Schullebens.
- Ich gehe sorgsam mit Materialien und Einrichtungsgegenständen um und trage zur Sauberkeit der Schule bei.
- Ich achte auf Pünktlichkeit und lege Wert auf ein dem Schulbesuch angemessenes Erscheinungsbild.
- Ich respektiere die Persönlichkeit der Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrkräfte und Verwaltungskräfte und begegne ihnen höflich.
- Ich bin bereit, Mitschülerinnen und Mitschülern zu helfen und im Rahmen meiner Möglichkeiten Aufgaben für die Schulgemeinschaft zu übernehmen.
- Ich beleidige niemanden, auch abwesende Dritte nicht, und grenze niemanden aus; ich werde spöttische und abwertende Reden nicht durch Wegschauen, Weghören, Ignorieren oder durch beipflichtendes Verhalten bestätigen, sondern mutig für die Belange unfair behandelter Personen eintreten.
- Ich lehne Gewalt in Worten und Taten ab. Bei Konflikten strebe ich friedliche Auseinandersetzungen und Lösungen an.
2. Verpflichtungen der Lehrkräfte
Ich werde mich bemühen, durch folgende Verhaltensweisen zu einer guten Lernatmosphäre und zu einem positiven Sozialklima in der Schule beizutragen:
- Ich bin Schülerinnen und Schülern, Eltern, Kolleginnen und Kollegen sowie schulischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber fair, höflich und freundlich.
- Ich behandle Schülerinnen und Schüler respektvoll.
- Ich nehme meine Pflichten als Lehrkraft gewissenhaft wahr. Dazu gehört auch die Bekanntgabe des Leistungsstands vor Elternsprechtagen sowie auf Anfrage in angemessenen Zeitabständen.
- Ich vermittle den Schülerinnen und Schülern Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und nehme ihre Stärken, Schwächen und Probleme wahr.
- Ich erkenne individuelle Erfolge und besondere persönliche Leistungen deutlich an und lobe, ohne andere herabzusetzen.
- Wenn es zu Konflikten kommt, bin ich bereit, einzugreifen und in Gesprächen Lösungen zu finden.
- Ich sorge für guten Unterricht in einer Atmosphäre, die das Lernen und die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler fördert.
- Ich achte auf eine unterstützende Zusammenarbeit und pädagogische Absprachen mit meinen Kolleginnen und Kollegen.
- Ich gestalte Entscheidungsprozesse auf allen Ebenen so weit wie möglich transparent.
3. Verpflichtungen der Eltern
Ich werde mich bemühen, durch folgende Verhaltensweisen zu einer guten Lernatmosphäre und zu einem positiven Sozialklima in der Schule beizutragen:
- Ich bin mir bewusst, dass die Erziehung meines Kindes in erster Linie meine Aufgabe ist.
- Ich achte darauf, dass mein Kind seinen außerschulischen Alltag so gestaltet, dass konzentriertes schulisches Arbeiten nicht beeinträchtigt wird.
- Ich werde zum Wohle meines Kindes mit den am Schulleben Beteiligten konstruktiv zusammenarbeiten.
- Ich werde das Schulleben meinen Möglichkeiten und Interessen entsprechend aktiv mitgestalten und mich daran beteiligen (z. B. Elternabende, Förderverein, Fachkonferenzen).
- Ich werde mein Kind in seinem Lernprozess unterstützen, so gut es geht.
- Ich werde mein Kind bei der Einhaltung der Regeln der Schulvereinbarung unterstützen und bestärken.
4. Verpflichtungen der schulischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- Ich bin motiviert, verantwortungs- und leistungsbereit.
- Ich respektiere die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern.
- Ich bin meinen Ansprechpartnern gegenüber bei der Erledigung meiner Aufgaben freundlich, hilfsbereit und rücksichtsvoll und arbeite konstruktiv mit ihnen zusammen.
Verantwortung der Schulleitung
Die Schulleitung fühlt sich dem Geist und dem Inhalt dieser Vereinbarung verpflichtet; sie trägt im Rahmen ihrer Führungsaufgabe besondere Verantwortung, dieser Vereinbarung Geltung zu verschaffen.
gez. Prof. Dr. Jörg Trelenberg, Oberstudiendirektor, Schulleiter
gez. Michael Fischotter, Studiendirektor, Stellvertretender Schulleiter
Unterzeichnung
Ich erkenne diese Schulvereinbarung an und erkläre mich bereit, verantwortungsvoll zu ihrer Umsetzung beizutragen.
– Persönliche Unterschrift –
Anmerkungen
- „Leitbild und Schulvereinbarung“ wurden im Rahmen der Arbeit am Schulprogramm von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern erarbeitet. Ziel ist, dass sich diese drei am Erziehungs- und Bildungsprozess beteiligten Gruppen mit der Schulgemeinschaft des Friedrich-Leopold-Woeste-Gymnasiums identifizieren.
- „Leitbild und Schulvereinbarung“ unterliegen einem dynamischen Prozess; sie sind Bestandteile des Schulprogramms.
Vorwort zum Schulprogramm
Im Schulprogramm des Friedrich-Leopold-Woeste-Gymnasiums werden die besonderen schulspezifischen Profilmerkmale dargestellt, also die wesentlichen
- Ausführungsvereinbarungen (z. B. Fachlehrpläne) sowie
- Entwicklungsabsichten und Zielvereinbarungen.
Das dient
- der internen Verständigung,
- der Information der Mitwirkenden und der Schulöffentlichkeit und
- der Optimierung der Prozesse und ihrer Steuerung.
Das Schulprogramm bietet an erster Stelle das Leitbild, das sich die Schulgemeinschaft gegeben hat, und anschließend einen Überblick über die wichtigsten organisatorischen und pädagogischen Vereinbarungen. Da im Zentrum aller schulischen Bemühungen der Bildungs- und Erziehungsauftrag des Unterrichts steht, nimmt die Darstellung der schulinternen Fachlehrpläne den größten Raum ein.
Eine angemessene Darstellung eines Schulprogramms ist
- jederzeit ergänzbar,
- in jeder Facette jederzeit aktualisierbar,
- in aktueller Form jederzeit überall einsehbar und
- auf überschaubaren Wegen nach jedem Detail befragbar.
Deshalb erscheint das Schulprogramm nicht als gedruckte Ausgabe, die jährlich überarbeitet und neu herausgegeben werden müsste, sondern auf der Website der Schule.