MINT-Profil

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind ein Schwerpunkt des Woeste-Gymnasiums – mit MINT-Kursen ab Klasse 5, naturwissenschaftlichen Wahlpflichtfächern und dem Siegel „MINT-freundliche Schule“.

Die Stärkung der Bildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) ist einer der Schwerpunkte des Schulprogramms. Schülerinnen und Schüler können in allen Stufen eigene MINT-Schwerpunkte setzen.

Bausteine der MINT-Förderung

MINT-Experimentierkurs in den Klassen 5 bis 7

In den Stufen 5 bis 7 können Schülerinnen und Schüler einen MINT-Schwerpunkt wählen. Sie verpflichten sich dann, vom zweiten Halbjahr der Klasse 5 bis zum ersten Halbjahr der Klasse 7 an einem MINT-Experimentierkurs teilzunehmen.

  • Im ersten Halbjahr der Klasse 5 gibt es eine Schnupperphase; im zweiten Halbjahr der Klasse 7 wird der Kurs freiwillig weitergeführt.
  • Ziel ist, die Freude und das Interesse am naturwissenschaftlichen Arbeiten und Experimentieren zu wecken und zu erhalten.
  • Der Kurs erweitert ein naturwissenschaftliches Fach, das im jeweiligen Halbjahr Pflichtfach ist: Biologie gestaltet den Kurs in Klasse 5, Physik in Klasse 6 und Chemie in Klasse 7.
  • Die Fachlehrkraft unterrichtet die MINT-Gruppe zusätzlich in einer Doppelstunde im zweiwöchentlichen Rhythmus.
  • In diesen Stunden werden Themen des Unterrichts aufgegriffen und durch interessante Experimente erweitert. Sie dienen nicht dazu, den Fachunterricht zu „strecken“.
  • Auch die Teilnahme an altersgerechten Schülerwettbewerben ist ein wichtiger Baustein.

Wahlpflichtbereich

Im Wahlpflichtbereich der Stufen 8 und 9 stehen mit den Fächerkombinationen Informatik/Physik und Biologie/Chemie zwei naturwissenschaftliche Alternativen zur Wahl.

Mathematik

  • Mathematik wird in der Sekundarstufe I mithilfe von Ergänzungsstunden durchgängig vierstündig unterrichtet.
  • Der schulinterne Lehrplan ist so gestaltet, dass mathematische Kenntnisse und Fähigkeiten möglichst nachhaltig vermittelt werden.

Naturwissenschaften und Informatik

  • Mit den Kernlehrplänen wurden schuleigene Curricula entwickelt, mit denen der naturwissenschaftliche Unterricht noch näher an der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler stattfinden kann.
  • Geeignete Hard- und Software unterstützt den MINT-Unterricht, zum Beispiel Computer-Algebra-Systeme, Laptop-Klassensätze und digitale Messwerterfassung (All-Chem-Misst). Die Chemie verfügt über modernste Unterrichtsräume (2010); alle anderen naturwissenschaftlichen Räume sind mit Computern und Beamern ausgestattet.
  • Eine zeitgemäße informationstechnische Grundbildung, die möglichst viele Fächer einbezieht, ist fest im Stundenplan der Klasse 5 verankert und wird in den Fachlehrplänen der Sekundarstufe I fortgeführt (siehe Medienbildung).

Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“

Am 30. Oktober 2018 wurde das Friedrich-Leopold-Woeste-Gymnasium zum dritten Mal in Folge als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. Mehr zur Initiative auf der Website von MINT Zukunft schaffen.

Wie das MINT-Profil entstand

Die Ergebnisse der TIMS-Studie (1998) lösten eine breite bildungspolitische Diskussion über Qualität und Stellenwert des Unterrichts in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik aus. Die folgenden PISA-Studien (2000, 2004) bestätigten die Ergebnisse.

Hinzu kamen Statistiken, nach denen die Belegung von MINT-Kursen in der gymnasialen Oberstufe und die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in MINT-Fächern dramatisch zurückgingen. In Schule und Gesellschaft herrschte die Stimmung: „Es muss endlich etwas geschehen!“

Lehrer- und Schulkonferenz beschlossen daher im Jahr 2000 sowohl Einzelmaßnahmen als auch übergeordnete Schwerpunkte im Schulprogramm. 2012 schärfte die Lehrerkonferenz das MINT-Profil weiter, indem sie die Fördermöglichkeiten in Erprobungs- und Mittelstufe an die veränderten Rahmenbedingungen anpasste.