Geschichte

Geschichte am Woeste-Gymnasium: schulinterner Lehrplan für die Klassen 6 bis 10 und die Oberstufe, außerschulische Lernorte wie die Gedenkstätte Stalag VIa sowie Vereinbarungen der Fachkonferenz.

Geschichte wird am Woeste-Gymnasium in der Sekundarstufe I und in allen Jahrgangsstufen der Oberstufe unterrichtet; dort werden in der Regel Grund-, Leistungs- und Zusatzkurse angeboten. Im Unterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz.

Außerschulische Lernorte machen Geschichte greifbar – gerade auch die lokale Geschichte, etwa in der Mahn- und Gedenkstätte Stalag VIa in Hemer oder im Stadtarchiv Hemer, mit denen die Schule kooperiert.

„Die Toleranz in der Gesellschaft muss jedem Bürger die Freiheit sichern zu glauben, was er will.“

Friedrich II., der Große (1712–1786), preußischer König

Kernlehrpläne

Die Fachgruppe Geschichte

Am Friedrich-Leopold-Woeste-Gymnasium wird das Fach Geschichte in den Klassen 6, 8 und 9 sowie in allen Jahrgangsstufen der Oberstufe unterrichtet, wobei hier in der Regel Grund-, Leistungs- und Zusatzkurse angeboten werden.

Wie in den Ausführungen zu den didaktischen Grundsätzen (siehe unten) aufgeführt, finden im Fach Geschichte immer wieder Exkursionen statt. Diese führen zu nahe gelegenen Orten wie der Gedenkstätte „Stalag VIa“ in Hemer oder aber auch in die geschichtsträchtige Stadt Dresden.

Details zu den im Geschichtsunterricht eingesetzten Lehrbücher werden in dieser Übersicht angegeben.

StufeEingeführtes Lehrwerk
6Lendzian [Hrsg.], Zeiten und Menschen, Band 1, Braunschweig u.a. 2009.
8Lendzian [Hrsg.], Zeiten und Menschen, Band 2, Braunschweig u.a. 2009.
9Lendzian [Hrsg.], Zeiten und Menschen, Band 3, Braunschweig u.a. 2009.
EFLendzian [Hrsg.], Zeiten und Menschen, Geschichte Einführungsphase Oberstufe, Braunschweig u.a. 2014.
Q1Brender [Hrsg.], Geschichte und Geschehen, Qualifikationsphase, Stuttgart u.a. 2014.
Q2Brender [Hrsg.], Geschichte und Geschehen, Qualifikationsphase, Stuttgart u.a. 2014.

Schulinterner Lehrplan

Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit: Binnendifferenzierung

Binnendifferenzierung

Schülerinnen und Schüler lernen alle unterschiedlich und auch in unterschiedlichem Tempo. Um den Bedürfnissen aller gerecht zu werden, wendet das Fach Geschichte unterschiedliche Verfahren an, so dass jeder nach seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen lernen und Schlüsselkompetenzen erwerben kann. Im Laufe einer Unterrichtsreihe werden je nach Situation folgende Bausteine eingesetzt:

BausteinErläuterung
Differenzierung
nach Material
stärkere Hilfegebung und Textvorerschließung durch den Lehrer zur Kompensation von Unterschieden in der Lesefähigkeit der Schülerinnen und Schüler
Differenzierung
nach Zeit
Bereitstellung vom mehr oder weniger Zeit für die Bearbeitung von vor allem umfangreichen Aufgabenstellungen
Differenzierung
nach Sozialform
verschiedene Sozialformen, wie Gruppenarbeit, Partnerarbeit, Einzelarbeit, zur besseren Berücksichtigung individueller Bedürfnisse der Schüler
Differenzierung
nach Interesse
unterschiedliche Arbeitsaufgaben zur Verbesserung der individuellen Motivation

Die Lehrerinnen und Lehrer für das Fach Geschichte sind im Bereich Binnendifferenzierung speziell geschult (zuletzt am 30.04.2014).
Ihnen obliegt die Verwendung der oben genannten Bausteine, da diese nur kompetenzorientiert sinnvoll eingesetzt werden können.

Klassen 6 bis 10

Klasse 6

Vorhaben I: Frühe Kulturen und erste Hochkulturen – Wirkmächtige Veränderungen in der Frühgeschichte der Menscheit

Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • beschreiben ausgewählte Personen und Gruppen in den jeweiligen Gesellschaften und ihre Funktionen, Interessen und Handlungsspielräume (SK 4),
  • informieren fallweise über Lebensbedingungen, Handelsbeziehungen, kulturelle Kontakte sowie Konflikte von Menschen in der Vergangenheit (SK 5),
  • benennen einzelne Zusammenhänge zwischen ökonomischen und gesellschaftlichen Prozessen (SK 8).

Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • ermitteln zielgerichtet Informationen und Daten in Geschichtsbüchern, digitalen Medienangeboten und in ihrem schulischen Umfeld zu ausgewählten Fragestellungen (MK 2),
  • wenden grundlegende Schritte der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit auch digitalen historischen Darstellungen aufgabenbezogen an (MK 5).

Urteilskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • unterscheiden zur Beantwortung einer historischen Frage zwischen einem Sach- und Werturteil (UK 1),
  • beurteilen im Kontext eines einfachen Beispiels das historische Handeln von Menschen unter Berücksichtigung ihrer Handlungsspielräume (UK 3).

Handlungskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • erklären innerhalb ihrer Lerngruppe den Sinnzusammenhang zwischen historischen Erkenntnissen und gegenwärtigen Herausforderungen (HK 2).

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Steinzeitliche Lebensformen
  • Handel in der Bronzezeit
  • Hochkulturen am Beispiel Ägyptens

Zeitbedarf: ca. 16 Ustd.

Vorhaben II: Zusammenleben in den griechischen Poleis und im Imperium Romanum – die Bedeutung der griechisch-römischen Antike für die Gegenwart

Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • identifizieren Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart und entwickeln daran nach vorgegebenen Schemata angeleitet Fragen (SK 1),
  • identifizieren Ereignisse, Prozesse, Umbrüche, kulturelle Errungenschaften sowie Herrschaftsformen in historischen Räumen und ihrer zeitlichen Dimension (SK 6),
  • beschreiben im Rahmen eines Themenfeldes historische Zusammenhänge unter Verwendung zentraler Dimensionen und grundlegender historischer Fachbegriffe (SK 7).

Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • unterscheiden zwischen Quellen und Darstellungen und stellen Verbindungen zwischen ihnen her (MK 3),
  • wenden grundlegende Schritte der Interpretation von Quellen unterschiedlicher Gattungen auch unter Einbeziehung digitaler Medien aufgabenbezogen an (MK 4).

Urteilskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • beurteilen das historische Handeln von Menschen unter Berücksichtigung von Multiperspektivität und grundlegender Kategorien, (UK 2),
  • erkennen die (mögliche) Vielfalt von Sach- und Werturteilen zur Beantwortung einer historischen Fragestellung (UK6).

Handlungskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • stellen einen Bezug von Phänomenen aus der Vergangenheit zur eigenen persönlichen Gegenwart her (HK 1).

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Lebenswelten und Formen politischer Beteiligung in griechischen Poleis
  • Herrschaft, Gesellschaft und Alltag im Imperium Romanum

Zeitbedarf: ca. 24 Ustd.

Vorhaben IIIa : Lebenswelten im Mittelalter

Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • benennen aufgabenbezogen die subjektive Sichtweise des Verfassers oder der Verfasserin in Quellen niedriger Strukturiertheit (SK 2),
  • beschreiben in einfacher Form Ursachen, Verlaufsformen sowie Folgen historischer Ereignisse (SK 3).

Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • treffen mediale Entscheidungen für die Beantwortung einer Fragestellung (MK 1),
  • wenden grundlegende Schritte der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit auch digitalen historischen Darstellungen aufgabenbezogen an (MK 5),
  • präsentieren in analoger und digitaler Form (fach-)sprachlich angemessen Arbeitsergebnisse zu einer historischen Fragestellung (MK 6).

Urteilskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • bewerten menschliches Handeln in der Vergangenheit im Kontext eines überschaubaren Beispiels mit Entscheidungscharakter (UK 4),
  • erörtern grundlegende Sachverhalte unter Berücksichtigung der Geschichtskultur, außerschulischer Lernorte und digitaler Deutungsangebote (UK 5).

Handlungskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • erkennen die Unterschiedlichkeit zwischen vergangenen und gegenwärtigen Wertmaßstäben (HK 3),
  • hinterfragen zunehmend die in ihrer Lebenswelt analog und digital auftretenden Geschichtsbilder (HK 4).

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Herrschaft im Fränkischen Reich und im Heiligen Römischen Reich
  • Lebensformen in der Ständegesellschaft: Land, Burg, Kloster

Zeitbedarf: ca. 20 Ustd.

Klasse 7

Vorhaben IIIb: Lebenswelten im Mittelalter

Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • benennen aufgabenbezogen die subjektive Sichtweise des Verfassers oder der Verfasserin in Quellen niedriger Strukturiertheit (SK 2),
  • beschreiben in einfacher Form Ursachen, Verlaufsformen sowie Folgen historischer Ereignisse (SK 3).

Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • treffen mediale Entscheidungen für die Beantwortung einer Fragestellung (MK 1),
  • wenden grundlegende Schritte der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit auch digitalen historischen Darstellungen aufgabenbezogen an (MK 5),
  • präsentieren in analoger und digitaler Form (fach-)sprachlich angemessen Arbeitsergebnisse zu einer historischen Fragestellung (MK 6).

Urteilskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • bewerten menschliches Handeln in der Vergangenheit im Kontext eines überschaubaren Beispiels mit Entscheidungscharakter (UK 4),
  • erörtern grundlegende Sachverhalte unter Berücksichtigung der Geschichtskultur, außerschulischer Lernorte und digitaler Deutungsangebote (UK 5).

Handlungskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • erkennen die Unterschiedlichkeit zwischen vergangenen und gegenwärtigen Wertmaßstäben (HK 3),
  • hinterfragen zunehmend die in ihrer Lebenswelt analog und digital auftretenden Geschichtsbilder (HK 4).

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Herrschaft im Fränkischen Reich und im Heiligen Römischen Reich
  • Lebensformen in der Ständegesellschaft: Land, Burg, Kloster

Zeitbedarf: ca. 20 Ustd.

Vorhaben IV: Kontinuität und Wandel in der Frühen Neuzeit – Um- und Aufbrüche in globaler Perspektive

Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • erläutern die subjektive Sichtweise des Verfassers oder der Verfasserin in Quellen (SK 2),
  • stellen ökonomisch-soziale Lebensbedingungen, Handelsbeziehungen, kulturelle Kontakte sowie Konflikte von Menschen in der Vergangenheit dar (SK 5).

Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • erläutern den Unterschied zwischen verschiedenen analogen und digitalen Quellengattungen und Formen historischer Darstellung (MK 3),
  • wenden zielgerichtet Schritte der Interpretation von Quellen unterschiedlicher Gattungen auch unter Einbeziehung digitaler Medien an (MK 4).

Urteilskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • beurteilen das historische Handeln von Menschen im Hinblick auf Interessenbezogenheit, Möglichkeiten und Grenzen sowie beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen (UK 3),
  • bewerten unter Offenlegung der eigenen Wertmaßstäbe und gegenwärtiger Normen menschliches Handeln in der Vergangenheit im Kontext eines Falles oder Beispiels mit Entscheidungscharakter (UK 4).

Handlungskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • reflektieren im Rahmen des Vergleichs mit früheren Wertvorstellungen die eigenen Deutungsmuster und Wertmaßstäbe (HK 3).

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Renaissance, Humanismus, Reformation
  • Gewalterfahrungen in der Frühen Neuzeit: Hexenverfolgungen und Dreißigjähriger Krieg
  • Europäer und Nicht-Europäer – Entdeckungen und Eroberungen
  • Vernetzung und Verlagerung globaler Handelswege

Zeitbedarf: ca. 22 Ustd.

Vorhaben V: „Sattelzeit“ (ca. 1750-1870) – Aufbruch in die Moderne und Fortschritt für alle?

Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • stellen Ereignisse, Prozesse, Umbrüche, Kontinuitäten, kulturelle Errungenschaften sowie Herrschaftsformen in historischen Räumen und ihrer zeitlichen Dimension in einem Zusammenhang dar (SK 6),
  • stellen Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Prozessen in der Geschichte dar (SK 8).

Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • wenden zielgerichtet Schritte der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit auch digitalen historischen Darstellungen fachgerecht an (MK 5).

Urteilskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • beurteilen das historische Handeln von Menschen unter Berücksichtigung von Multiperspektivität, Kategorien sowie zentraler Dimensionen (UK 2).

Handlungskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • erörtern innerhalb ihrer Lerngruppe die Übertragbarkeit historischer Erkenntnisse auf aktuelle Probleme und mögliche Handlungsoptionen für die Zukunft (HK 2).

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Französische Revolution und Wiener Kongress
  • Revolutionen von 1848/49

Zeitbedarf: ca. 12 Ustd.

Klasse 9

Vorhaben V: „Sattelzeit“ (ca. 1750 – 1870) – Aufbruch in die Moderne und Fortschritt für alle?

Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • stellen Ereignisse, Prozesse, Umbrüche, Kontinuitäten, kulturelle Errungenschaften sowie Herrschaftsformen in historischen Räumen und ihrer zeitlichen Dimension in einem Zusammenhang dar (SK 6),
  • stellen Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Prozessen in der Geschichte dar (SK 8).

Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • wenden zielgerichtet Schritte der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit auch digitalen historischen Darstellungen fachgerecht an (MK 5).

Urteilskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • beurteilen das historische Handeln von Menschen unter Berücksichtigung von Multiperspektivität, Kategorien sowie zentraler Dimensionen (UK 2).

Handlungskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • erörtern innerhalb ihrer Lerngruppe die Übertragbarkeit historischer Erkenntnisse auf aktuelle Probleme und mögliche Handlungsoptionen für die Zukunft (HK 2).

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • deutsche Reichsgründung
  • Industrialisierung und Arbeitswelten

Zeitbedarf: ca. 12 Ustd.

Vorhaben VI: Imperialismus und Erster Weltkrieg – Vom Wettstreit der Imperien um „Weltherrschaft“ bis zur „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts

Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • identifizieren Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart und entwickeln daran erkenntnisleitende Fragen (SK 1),
  • unterscheiden Anlässe und Ursachen, Verlaufsformen sowie Folgen und Wirkungen historischer Ereignisse (SK 3),
  • erläutern Interessen und Handlungsspielräume historischer Akteurinnen und Akteure in den jeweiligen Gesellschaften (SK 4).

Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • treffen unter Berücksichtigung der Fragestellung mediale und methodische Entscheidungen für eine historische Untersuchung (MK 1).

Urteilskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • vergleichen Deutungen unter Berücksichtigung der Geschichts- und Erinnerungskultur, außerschulischer Lernorte und digitaler Deutungsangebote und nehmen kritisch Stellung dazu (UK 5).

Handlungskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • reflektieren im Rahmen des Vergleichs mit früheren Wertvorstellungen die eigenen Deutungsmuster und Wertmaßstäbe (HK 3).

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Imperialistische Expansionen in Afrika
  • Ursachen, Merkmale und Verlauf des Ersten Weltkriegs
  • Neue weltpolitische Koordinaten: Epochenjahr 1917
  • Pariser Friedensverträge

Zeitbedarf: ca. 20 Ustd.

Vorhaben VII: Rahmenbedingungen, Aufbrüche, Scheitern – Die Weimarer Republik 1918 -1933

Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • identifizieren Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart und entwickeln daran erkenntnisleitende Fragen (SK 1),
  • stellen Ereignisse, Prozesse, Umbrüche, Kontinuitäten, kulturelle Errungenschaften sowie Herrschaftsformen in historischen Räumen und ihrer zeitlichen Dimension in einem Zusammenhang dar (SK 6).

Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • wenden zielgerichtet Schritte der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit auch digitalen historischen Darstellungen fachgerecht an (MK 5),
  • präsentieren in analoger und digitaler Form (fach-)sprachlich angemessen eigene historische Narrationen (MK 6).

Urteilskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • beurteilen das historische Handeln von Menschen unter Berücksichtigung von Multiperspektivität, Kategorien sowie zentraler Dimensionen (UK 2),
  • beurteilen das historische Handeln von Menschen im Hinblick auf Interessenbezogenheit, Möglichkeiten und Grenzen sowie beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen (UK 3).

Handlungskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • erörtern innerhalb ihrer Lerngruppe die Übertragbarkeit historischer Erkenntnisse auf aktuelle Probleme und mögliche Handlungsoptionen für die Zukunft (HK 2).

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Etablierung einer Demokratie
  • Innen- und außenpolitische sowie gesellschaftliche Chancen, Erfolge und Belastungen
  • Massenmedien, Konsumgesellschaft und neue Wege in Kunst und Kultur
  • Weltwirtschaftskrise und ihre Auswirkungen

Zeitbedarf: ca. 14 Ustd.

Klasse 10

Vorhaben VIII: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg – Ursachen und Folgen, Verantwortung und Schuld

Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • erläutern Interessen und Handlungsspielräume historischer Akteurinnen und Akteure in den jeweiligen Gesellschaften (SK 4),
  • stellen Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Prozessen in der Geschichte dar (SK 8).

Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • wenden zielgerichtet Schritte der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit auch digitalen historischen Darstellungen fachgerecht an (MK 5).

Urteilskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • bewerten unter Offenlegung der eigenen Wertmaßstäbe und gegenwärtiger Normen menschliches Handeln in der Vergangenheit im Kontext eines Falles oder Beispiels mit Entscheidungscharakter (UK 4),
  • überprüfen anhand von bekannten Kriterien, ob ihre Informationen zur Beantwortung einer Urteilsfrage ausreichend sind (UK 6).

Handlungskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • reflektieren im Rahmen des Vergleichs mit früheren Wertvorstellungen die eigenen Deutungsmuster und Wertmaßstäbe (HK 3).

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Ende des Rechts- und Verfassungsstaats (1933/34)
  • Der Nationalsozialismus – Ideologie und Herrschaftssystem
  • Alltagsleben in der NS-Diktatur zwischen Zustimmung, Unterdrückung, Verfolgung, Entrechtung und Widerstand
  • 2. Weltkrieg, Vernichtungskrieg und Holocaust
  • Flucht und Vertreibung im europäischen Kontext

Zeitbedarf: ca. 20 Ustd.

Vorhaben IX: Blockbildung und internationale Verflechtungen seit 1945

Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • erläutern Interessen und Handlungsspielräume historischer Akteurinnen und Akteure in den jeweiligen Gesellschaften (SK 4),
  • stellen Ereignisse, Prozesse, Umbrüche, Kontinuitäten, kulturelle Errungenschaften sowie Herrschaftsformen in historischen Räumen und ihrer zeitlichen Dimension in einem Zusammenhang dar (SK 6),
  • stellen Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Prozessen in der Geschichte dar (SK 8).

Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • treffen unter Berücksichtigung der Fragestellung mediale und methodische Entscheidungen für eine historische Untersuchung (MK 1),
  • recherchieren in Geschichtsbüchern, digitalen Medienangeboten sowie ihrem schulischen und außerschulischen Umfeld und beschaffen zielgerichtet Informationen und Daten zu historischen Problemstellungen (MK 2),
  • präsentieren in analoger und digitaler Form (fach-)sprachlich angemessen eigene historische Narrationen (MK 6).

Urteilskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • nehmen auf Basis der Unterscheidung zwischen Sach- und Werturteil zur Beantwortung einer historischen Fragestellung kritisch Stellung (UK 1),
  • überprüfen anhand von bekannten Kriterien, ob ihre Informationen zur Beantwortung einer Urteilsfrage ausreichend sind (UK 6).

Handlungskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • erklären die historische Bedingtheit der eigenen Lebenswirklichkeit (HK 1).

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Aufteilung der Welt in Blöcke sowie Stellvertreterkriege
  • Wiedererlangung der staatlichen Souveränität beider deutscher Staaten im Rahmen der Einbindung in supranationale Organisationen
  • Entkolonialisierung
  • Ende des Ost-West-Konflikts, Überwindung der deutschen Teilung und neue europapolitische Koordinaten

Zeitbedarf: ca. 30 Ustd.

Vorhaben X: Deutsch-deutsche Beziehungen nach 1945 – gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen

Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • identifizieren Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart und entwickeln daran erkenntnisleitende Fragen (SK 1),
  • stellen ökonomisch-soziale Lebensbedingungen, Handelsbeziehungen, kulturelle Kontakte sowie Konflikte von Menschen in der Vergangenheit dar (SK 5),
  • ordnen historische Zusammenhänge unter Verwendung historischer Dimensionen und grundlegender historischer Fachbegriffe (SK 7).

Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • erläutern den Unterschied zwischen verschiedenen analogen und digitalen Quellengattungen und Formen historischer Darstellung (MK 3),
  • wenden zielgerichtet Schritte der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit auch digitalen historischen Darstellungen fachgerecht an (MK 5).

Urteilskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • nehmen auf Basis der Unterscheidung zwischen Sach- und Werturteil zur Beantwortung einer historischen Fragestellung kritisch Stellung (UK 1),
  • vergleichen Deutungen unter Berücksichtigung der Geschichts- und Erinnerungskultur,
  • außerschulischer Lernorte und digitaler Deutungsangebote und nehmen kritisch Stellung dazu (UK 5).

Handlungskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • erklären die historische Bedingtheit der eigenen Lebenswirklichkeit (HK 1),
  • erörtern innerhalb ihrer Lerngruppe die Übertragbarkeit historischer Erkenntnisse auf aktuelle Probleme und mögliche Handlungsoptionen für die Zukunft (HK 2).

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Formen der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in Ost und West
  • Bundesrepublik Deutschland und Deutsche Demokratische Republik in der geteilten Welt
  • Deutsch-Deutsche Beziehungen zwischen Konfrontation, Entspannungspolitik und Wiedervereinigung
  • Gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformationsprozesse

Zeitbedarf: ca. 30 Ustd.

Oberstufe

Einführungsphase (EF)

Vorhaben I

Thema

Wie Menschen das Fremde und den Fremden wahrnahmen – Fremdsein in weltgeschichtlicher Perspektive

Inhaltliche
Schwerpunkte

  • Die Darstellung der Germanen in römischer Perspektive
  • Mittelalterliche Weltbilder in Asien und Europa
  • Was Reisende erzählen – Selbst- und Fremdbild in der frühen Neuzeit
  • Fremdsein, Vielfalt und Integration – Migration am Beispiel des Ruhrgebiets im 19. und 20. Jahrhundert

Zeitbedarf: ca. 24 Stunden

Inhaltsfeld

Erfahrung mit Fremdsein in weltgeschichtlicher Perspektive

Sachkompetenz

  • erklären den Konstruktcharakter von Bezeichnungen wie „der Germane“, „der Römer“ und „der Barbar“ und die damit einhergehende Zuschreibung normativer Art
  • erklären mittelalterliche Weltbilder und die jeweilige Sicht auf das Fremde anhand von Weltkarten (Asien und Europa)
  • analysieren multiperspektivisch die Wahrnehmung der Fremden und das jeweilige Selbstbild, wie sie sich in Quellen zu den europäischen Entdeckungen, Eroberungen oder Reisen in Afrika und Amerika in der frühen Neuzeit dokumentieren
  • stellen an ausgewählten Beispielen die Loslösung der von Arbeitsmigration Betroffenen von ihren traditionellen Beziehungen und die vielfältige Verortung in ihre neue Arbeitsund Lebenswelt an Rhein und Ruhr dar

Urteilskompetenz

  • beurteilen die Darstellung der Germanen in römischen Quellen im Hinblick auf immanente und offene Selbst – und Fremdbilder
  • beurteilen den Einfluss wissenschaftlicher, technischer und geographischer Kenntnisse auf das Weltbild früher und heute
  • erörtern beispielhaft Erkenntniswert und Funktion europazentrischer Weltbilder in der Neuzeit
  • erörtern kritisch und vor dem Hintergrund differenzierter Kenntnisse die in Urteilen über Menschen mit persönlicher oder familiärer Zuwanderungsgeschichte enthaltenen Prämissen.

Methodenkompetenz

  • treffen unter Anleitung methodische Entscheidungen für eine historische Untersuchung (MK1)
  • erläutern den Unterschied zwischen Quellen und Darstellungen, vergleichen Informationen aus ihnen miteinander und stellen Bezüge zwischen ihnen her (MK3)

Handlungskompetenz

  • stellen innerhalb der Lerngruppe ihre Vorstellungen vom Verhältnis der eigenen Person und Gruppe zur historischen Welt und ihren Menschen dar (HK1)
  • entwerfen, ggf. in kritischer Distanz, eigene Beiträge zu ausgewählten Formen der öffentlichen Geschichts- und Erinnerungskultur (HK5)
  • präsentieren eigene historische Narrationen und nehmen damit am (schul-) öffentlichen Diskurs teil (HK6)

Vorhaben II

Thema

Begegnung von islamischer und christlicher Welt – Konfliktpoteziale und Entwicklungschancen

Inhaltliche
Schwerpunkte

  • Religion und Staat
  • Die Entwicklung von Wissenschaft und Kultur
  • Die Kreuzzüge
  • Das Osmanische Reich und „Europa“ in der Frühen Neuzeit

Zeitbedarf: ca. 30 Stunden

Inhaltsfeld

Islamische Welt – christliche Welt: Begegnung zweier Kulturen in Mittelalter und früher Neuzeit

Sachkompetenz

  • beschreiben das Verhältnis von geistlicher und weltlicher Macht im lateinisch römischen Westen sowie im islamischen Staat zur Zeit der Kreuzzüge
  • beschreiben Formen der rechtlichen Stellung von religiösen Minderheiten sowie der Praxis des Zusammenlebens mit ihnen in der christlichen und der islamischen mittelalterlichen Welt
  • erläutern die Rolle des Islam als Kulturvermittler für den christlich-europäischen Westen
  • erklären die Kreuzzugsbewegung von unterschiedlichen gesellschaftlichen, sozialen, politischen und individuellen Voraussetzungen her
  • erläutern das Verhältnis zwischen dem Osmanischen Reich und Westeuropa in der Frühen Neuzeit
  • beschreiben das Verhältnis zwischen christlich und islamisch geprägten Gesellschaften in ihrer gegenseitigen zeitgenössischen Wahrnehmung.

Urteilskompetenz

  • beurteilen den Entwicklungsstand der mittelalterlichen islamischen Wissenschaft und Kultur im Vergleich zu dem des Westens
  • erörtern Erklärungsmodelle für Entwicklungsdifferenzen zwischen islamisch und christlich geprägten Regionen
  • erörtern aus zeitgenössischer und heutiger Perspektive kritisch und differenziert die Begründung für Krieg und Gewalt
  • erörtern an einem Fallbeispiel die Bedeutung, die eine Kulturbegegnung bzw. ein Kulturkonflikt für beide Seiten haben kann

Methodenkompetenz

  • wenden aufgabengeleitet, an wissenschaftlichen Standards orientiert, grundlegende Schritte der Interpretation von Textquellen und der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit historischen Darstellungen fachgerecht an (MK6)
  • erläutern den Unterschied zwischen Quellen und Darstellungen, vergleichen Informationen aus ihnen miteinander und stellen Bezüge zwischen ihnen her (MK3)
  • interpretieren und analysieren sachgerecht unter Anleitung auch nicht-sprachliche Quellen und Darstellungen wie Karten, Grafiken, Schaubilder, Bilder, Karikaturen und Filme (MK7)
  • stellen grundlegende Zusammenhänge aufgabenbezogen geordnet und strukturiert in Kartenskizzen, Diagrammen und Strukturbildern dar (MK8)

Handlungskompetenz

  • stellen innerhalb der Lerngruppe ihre Vorstellungen vom Verhältnis der eigenen Person und Gruppe zur historischen Welt und ihren Menschen dar (HK1)
  • entwickeln Ansätze für Handlungsoptionen für die Gegenwart unter Beachtung der Rolle von historischen Erfahrungen in gesellschaftlichen und politischen Entscheidungsprozessen (HK2)
  • beziehen angeleitet Position in Debatten um gegenwärtige Verantwortung für historische Sachverhalte und deren Konsequenzen (HK3)
  • entscheiden sich begründet für oder gegen die Teilnahme an Formen der öffentlichen Erinnerungskultur (HK4)
  • präsentieren eigene historische Narrationen und nehmen damit am (schul-) öffentlichen Diskurs teil (HK6)

Vorhaben III

Thema

Freiheit und Gleichheit für alle?! – Die Menschenrechte in historischer Perspektive

Inhaltliche
Schwerpunkte

  • Ideengeschichtliche Wurzeln und Entwicklungsetappen
  • Durchsetzung der Menschenrechte am Beispiel der Französischen Revolution
  • Geltungsbereiche der Menschenrechte in Vergangenheit und Gegenwart

Zeitbedarf: ca. 30 Stunden

Inhaltsfeld

Menschenrechte in historischer Perspektive

Sachkompetenz

  • erläutern wesentliche Grundelemente von Menschenbild und Staatsphilosophie der Aufklärung in ihrem Begründungszusammenhang
  • beschreiben den Zusammenhang zwischen zeitgenössischen Erfahrungen, Interessen und Werthaltungen sowie der Entstehung eines aufgeklärten Staatsverständnisses
  • erklären unter Verwendung von Kategorien der Konfliktanalyse den Verlauf der Französischen Revolution
  • beschreiben den Grad der praktischen Umsetzung der Menschen- und Bürgerrechte in den verschiedenen Phasen der Französischen Revolution
  • erläutern an ausgewählten Beispielen unterschiedliche zeitgenössische Vorstellungen von der Reichweite der Menschenrechte (u.a. der Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin )

Urteilskompetenz

  • beurteilen die Bedeutung des Menschenbildes und der Staatstheorien der Aufklärung für die Formulierung von Menschenrechten sowie für die weitere Entwicklung hin zu modernen demokratischen Staaten
  • beurteilen den in den wichtigsten Etappen der Entwicklung der Menschenrechte bis zur UN Menschenrechtserklärung von 1948 erreichten Entwicklungsstand
  • beurteilen Positionen und Motive der jeweiligen historischen Akteure in der Französischen Revolution aus zeitgenössischer und heutiger Sicht
  • beurteilen die Bedeutung der Französischen Revolution für die Entwicklung der Menschenrechte und die politische Kultur in Europa
  • bewerten den universalen Anspruch und die Wirklichkeit der Menschenrechte.

Methodenkompetenz

  • recherchieren fachgerecht innerhalb und außerhalb der Schule in relevanten Medien und beschaffen zielgerichtet Informationen zu einfachen Problemstellungen (MK2),
  • identifizieren Verstehensprobleme und führen die notwendigen Klärungen herbei (MK4),
  • analysieren Fallbeispiele und nehmen Verallgemeinerungen vor (MK5)
  • stellen fachspezifische Sachverhalte unter Verwendung geeigneter sprachlicher Mittel und Fachbegriffe adressatenbezogen sowie problemorientiert dar und präsentieren diese auch unter Nutzung elektronischer Datenverarbeitungssysteme anschaulich (MK9).

Handlungskompetenz

  • stellen innerhalb der Lerngruppe ihre Vorstellungen vom Verhältnis der eigenen Person und Gruppe zur historischen Welt und ihren Menschen dar (HK1)
  • entwickeln Ansätze für Handlungsoptionen für die Gegenwart unter Beachtung der Rolle von historischen Erfahrungen in gesellschaftlichen und politischen Entscheidungsprozessen (HK2)
  • beziehen angeleitet Position in Debatten um gegenwärtige Verantwortung für historische Sachverhalte und deren Konsequenzen (HK3)
  • entwerfen, ggf. in kritischer Distanz, eigene Beiträge zu ausgewählten Formen der öffentlichen Geschichts- und Erinnerungskultur (HK5)
Qualifikationsphase (Q1 und Q2)

Grundlage der Planung ist der Kernlehrplan mit den Inhaltsfeldern

Inhaltsfeld 4: Die moderne Industriegesellschaft zwischen Fortschritt und Krise
Inhaltsfeld 5: Die Zeit des Nationalsozialismus – Voraussetzungen, Herrschaftsstrukturen, Nachwirkungen und Deutungen
Inhaltsfeld 6: Nationalismus, Nationalstaat und deutsche Identität im 19. und 20. Jahrhundert
Inhaltsfeld 7: Friedensschlüsse und Ordnungen des Friedens in der Moderne

Der schulinterne Lehrplan bezieht sich auf den Grundkurs Geschichte. Für den Leistungskurs gelten bis auf wenige aufgeführte Ergänzungen der inhaltlichen Schwerpunkte die gleichen Themen, allerdings werden alle Themen im Leistungskurs differenzierter, komplexer, ausführlicher und mit einem höheren Anspruch an die Eigenständigkeit der Schülerinnen und Schüler behandelt.

Vorhaben I

Thema

Beharrung und Wandel – Modernisierung im 19. Jahrhundert

Inhaltliche
Schwerpunkte

  • nur im Leistungskurs: Multilateraler Interessenausgleich nach dem Dreißigjährigen Krieg
  • Europäische Friedensordnung nach den Napoleonischen Kriegen
  • Die „Deutsche Frage“ im 19. Jahrhundert
  • Volk und Nation im Kaiserreich (und im Nationalsozialismus)
  • Die „Zweite Industrielle Revolution“ und die Entstehung der modernen Massengesellschaft

Zeitbedarf: Grundkurs: 36 Stunden
Leistungskurs: 60 Stunden

Inhaltsfeld

Inhaltsfelder 4, 6 und 7

Sachkompetenz

  • erläutern die europäische Dimension der Napoleonischen Kriege
  • nur LK: erläutern die europäische Dimension des Dreißigjährigen Krieges
  • nur LK: erläutern Grundsätze, Zielsetzungen und Beschlüsse der Verhandlungspartner von 1648 und deren Folgeerscheinungen
  • erläutern Grundsätze, Zielsetzungen und Beschlüsse der Verhandlungspartner von 1815
  • erläutern die Grundmodelle des Verständnisses von Nation im europäischen Vergleich
  • erläutern das deutsche Verständnis von „Nation“ im jeweiligen historischen Kontext des 19. Jahrhunderts sowie der Gegenwart
  • beschreiben Entstehungszusammenhänge und Funktion des deutschen Nationalismus sowie Zusammenhänge zwischen demokratischen und nationalen Konzepten im Vormärz und in der Revolution von 1848
  • erläutern den Prozess der „Reichsgründung“ und die politischen Grundlagen des Kaiserreichs im zeitgenössischen Kontext
  • erläutern die veränderte Funktion des Nationalismus im Kaiserreich
  • beschreiben Modernisierungsprozesse in den Bereichen Bevölkerung, Technik, Arbeit, soziale Sicherheit, Verkehr und Umwelt im jeweiligen Zusammenhang
  • beschreiben an ausgewählten Beispielen die Veränderung der Lebenswirklichkeit für unterschiedliche soziale Schichten und Gruppen

Urteilskompetenz

  • beurteilen die Stabilität der Friedensordnung von 1815
  • nur LK: erörtern den Stellenwert konfessioneller Fragen im Friedensvertrag von 1648
  • nur LK: beurteilen vergleichend die Stabilität der Friedensordnungen von 1648, 1815 und 1919
  • bewerten die Forderung nach der nationalen Einheit in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • bewerten den politischen Charakter des 1871 entstandenen Staates unter Berücksichtigung unterschiedlicher Perspektiven
  • beurteilen am Beispiel des Kaiserreiches die Funktion von Segregation und Integration
    für einen Staat und eine Gesellschaft

Methodenkompetenz

  • treffen selbstständig zentrale methodische Entscheidungen für eine historische Untersuchung (MK1)
  • erläutern den Unterschied zwischen Quellen und Darstellungen, vergleichen Informationen aus ihnen miteinander und stellen Bezüge zwischen ihnen her (MK3)
  • wenden angeleitet unterschiedliche historische Untersuchungsformen an (gegenwartsgenetisch, diachron, synchron, perspektivisch-ideologiekritisch, Untersuchung eines historischen Falls) (MK5)
  • wenden, an wissenschaftlichen Standards orientiert, grundlegende Schritte der Interpretation von Textquellen und der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit historischen Darstellungen fachgerecht an (MK6)
  • interpretieren und analysieren sach- und fachgerecht nichtsprachliche Quellen und Darstellungen wie Karten, Grafiken, Statistiken, Schaubilder, Diagramme, Bilder, Karikaturen, Filme und historische Sachquellen (u.a. Denkmäler) (MK7)

Handlungskompetenz

  • entwickeln Handlungsoptionen für die Gegenwart unter Beachtung historischer Erfahrungen und der jeweils herrschenden historischen Rahmenbedingungen (HK2)
  • entscheiden sich für oder gegen die Teilnahme an Formen der öffentlichen Erinnerungskultur und begründen ihre Entscheidung differenziert (HK4)
  • nehmen, ggf. in kritischer Distanz, an ausgewählten Formen der öffentlichen Geschichts- und Erinnerungskultur mit eigenen Beiträgen teil (HK5)

Vorhaben II

Thema

Fortschritt und Gefährdung des Fortschritts – Sozioökonomische und politische Entwicklungen zwischen 1880 und 1930

Inhaltliche
Schwerpunkte

  • Vom Hochimperialismus zum ersten „modernen“ Krieg in der Industriegesellschaft
  • Internationale Friedensordnung nach dem Ersten Weltkrieg
  • Ursachen und Folgen der Weltwirtschaftskrise 1929
  • Politische und ideologische Voraussetzungen des Nationalsozialismus

Zeitbedarf: Grundkurs: 34 Stunden
Leistungskurs: 60 Stunden

Inhaltsfeld

Inhaltsfelder 4, 6 und 7

Sachkompetenz

  • erläutern Merkmale, Motive, Ziele, Funktionen und Formen des Imperialismus
  • erläutern Ursachen und Anlass für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges, die besonderen Merkmale der Kriegsführung und die Auswirkungen des Krieges auf das Alltagsleben
  • erläutern die Ursachen- und Wirkungszusammenhänge der Weltwirtschaftskrise
  • erklären lang- und kurzfristig wirksame Gründe für das Scheitern der Weimarer Republik sowie deren Zusammenhang mit dem Aufstieg der NSDAP
  • erläutern wesentliche Elemente der NS-Ideologie, deren Ursprünge und Funktion im Herrschaftssystem
  • erläutern den ideologischen Charakter des nationalsozialistischen Sprachgebrauchs
  • erläutern die europäische sowie globale Dimension des Ersten
  • erläutern Grundsätze, Zielsetzungen und Beschlüsse der Verhandlungspartner von 1919 sowie deren jeweilige Folgeerscheinungen

Urteilskompetenz

  • bewerten imperialistische Bewegungen unter Berücksichtigung zeitgenössischer Perspektiven
  • erörtern die Relevanz der Unterscheidung zwischen „herkömmlicher“ und „moderner“ Kriegsführung
  • beurteilen ausgehend von kontroversen Positionen ansatzweise die Verantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs
  • beurteilen die Bedeutung von internationalen Verflechtungen in den 1920er Jahren für die Entwicklung von Krisen und Krisenbewältigungsstrategien
  • beurteilen vergleichend die Stabilität der Friedensordnungen von 1815 und 1919
  • beurteilen die Bedeutung des Kriegsschuldartikels im Versailler Vertrag für die Friedenssicherung in Europa
  • beurteilen die Bedeutung des Völkerbundes für eine internationale Friedenssicherung

Methodenkompetenz

  • identifizieren Verstehensprobleme auch bei komplexeren Materialien und führen fachgerecht die notwendigen Klärungen herbei (MK4)
  • wenden angeleitet unterschiedliche historische Untersuchungsformen an (gegenwartsgenetisch, diachron, synchron, perspektivisch-ideologiekritisch, Untersuchung eines historischen Falls) (MK5)
  • interpretieren und analysieren sach- und fachgerecht nichtsprachliche Quellen und Darstellungen wie Karten, Grafiken, Statistiken, Schaubilder, Diagramme, Bilder, Karikaturen, Filme und historische Sachquellen (u.a. Denkmäler) (MK7)
  • stellen komplexere Zusammenhänge aufgabenbezogen geordnet, strukturiert und optisch prägnant in Kartenskizzen, Diagrammen und Strukturbildern dar (MK8)

Handlungskompetenz

  • beziehen Position in Debatten um gegenwärtige Verantwortung für historische Sachverhalte und deren Konsequenzen (HK3)
  • entscheiden sich für oder gegen die Teilnahme an Formen der öffentlichen Erinnerungskultur und begründen ihre Entscheidung differenziert (HK4)
  • präsentieren eigene historische Narrationen und vertreten begründet Positionen zu einzelnen historischen Streitfragen (HK6)

Vorhaben IIIa

Thema

Der Zivilisationsbruch – Deutschland und Europa unter dem Hakenkreuz

Inhaltliche
Schwerpunkte

  • Politische und ideologische Voraussetzungen des Nationalsozialismus
  • „Volk“ und „Nation“ (im Kaiserreich und) im Nationalsozialismus

Zeitbedarf: Grundkurs: 20 Stunden
Leistungskurs: 30 Stunden

Inhaltsfeld

Inhaltsfelder 5 und 6

Sachkompetenz

  • erläutern den nationalsozialistischen Nationalismus in seinen sprachlichen, gesellschaftlichen und politischen Erscheinungsformen
  • erläutern die wichtigsten Schritte im Prozess von „Machtergreifung“ und „Gleichschaltung“ auf dem Weg zur Etablierung einer totalitären Diktatur
  • erläutern Motive und Formen der Unterstützung, der Anpassung und des Widerstandes der Bevölkerung im Nationalsozialismus an ausgewählten Beispielen

Urteilskompetenz

  • beurteilen ansatzweise die Funktion des nationalsozialistischen Ultranationalismus für die Zustimmung sowie Ablehnung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen zum nationalsozialistischen Regime
  • beurteilen an Beispielen die NS-Herrschaft vor dem Hintergrund der Ideen der Aufklärung
  • beurteilen vor dem Hintergrund der Kategorien Schuld und Verantwortung an ausgewählten Beispielen Handlungsspielräume der zeitgenössischen Bevölkerung im Umgang mit der NS-Diktatur
  • beurteilen an ausgewählten Beispielen unterschiedliche Formen des Widerstands gegen das NS-Regime

Methodenkompetenz

  • erläutern den Unterschied zwischen Quellen und Darstellungen, vergleichen Informationen aus ihnen miteinander und stellen auch weniger offenkundige Bezüge zwischen ihnen her (MK3)
  • wenden, an wissenschaftlichen Standards orientiert, grundlegende Schritte der Interpretation von Textquellen und der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit historischen Darstellungen fachgerecht an (MK6)
  • interpretieren und analysieren sach- und fachgerecht nichtsprachliche Quellen und Darstellungen wie Karten, Grafiken, Statistiken, Schaubilder, Diagramme, Bilder, Karikaturen, Filme und historische Sachquellen (u.a. Denkmäler) (MK7)

Handlungskompetenz

  • entwickeln Handlungsoptionen für die Gegenwart unter Beachtung historischer Erfahrungen und der jeweils herrschenden historischen Rahmenbedingungen (HK2)
  • präsentieren eigene historische Narrationen und vertreten begründet Positionen zu einzelnen historischen Streitfragen (HK6)

Vorhaben IIIb

Thema

Der Zivilisationsbruch – Deutschland und Europa unter dem Hakenkreuz

Inhaltliche
Schwerpunkte

  • Die Herrschaft des Nationalsozialismus in Deutschland und Europa
  • „Volk“ und „Nation“ (im Kaiserreich und) im Nationalsozialismus

Zeitbedarf: Grundkurs: 25 Stunden
Leistungskurs: 40 Stunden

Inhaltsfeld

Inhaltsfelder 5 und 6

Sachkompetenz

  • erläutern den Zusammenhang von Vernichtungskrieg und Völkermord an der jüdischen Bevölkerung
  • erklären den Umgang der Besatzungsmächte und der deutschen Behörden mit dem Nationalsozialismus am Beispiel der unterschiedlichen Praxis in den Besatzungszonen bzw. den beiden deutschen Teilstaaten

Urteilskompetenz

  • beurteilen an ausgewählten Beispielen unterschiedliche Formen des Widerstands gegen das NS-Regime
  • erörtern Stichhaltigkeit und Aussagekraft von unterschiedlichen Erklärungsansätzen zum Nationalsozialismus.

Methodenkompetenz

  • wenden, an wissenschaftlichen Standards orientiert, grundlegende Schritte der Interpretation von Textquellen und der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit historischen Darstellungen fachgerecht an (MK6)
  • stellen komplexere fachspezifische Sachverhalte unter Verwendung geeigneter sprachlicher Mittel und Fachbegriffe/Kategorien adressatenbezogen sowie problemorientiert dar und präsentieren diese auch unter Nutzung elektronischer Datenverarbeitungssysteme anschaulich (MK9)

Handlungskompetenz

  • stellen den eigenen aktuellen historischen Standort dar, auch unter Beachtung neuer Erkenntnisse, die das Verhältnis der eigenen Person und Gruppe zur historischen Welt sowie ihren Menschen betreffen und ggf. verändern (HK1)
  • beziehen Position in Debatten um gegenwärtige Verantwortung für historische Sachverhalte und deren Konsequenzen (HK3)
  • entscheiden sich für oder gegen die Teilnahme an Formen der öffentlichen Erinnerungskultur und begründen ihre Entscheidung differenziert (HK4)
  • nehmen, ggf. in kritischer Distanz, an ausgewählten Formen der öffentlichen Geschichts- und Erinnerungskultur mit eigenen Beiträgen teil (HK5)

Vorhaben IV

Thema

Deutsche Identitäten im Kontext internationaler Verflechtungen nach dem Zweiten Weltkrieg

Inhaltliche
Schwerpunkte

  • Vergangenheitspolitik und „Vergangenheitsbewältigung“
  • Nationale Identität unter den Bedingungen der Zweistaatlichkeit in Deutschland
  • Konflikte und Frieden nach dem Zweiten Weltkrieg
  • Die Überwindung der deutschen Teilung in der friedlichen Revolution von 1989

Zeitbedarf: Grundkurs: 38 Stunden
Leistungskurs: 65 Stunden

Inhaltsfeld

Inhaltsfelder 5, 6 und 7

Sachkompetenz

  • erklären den Umgang der Besatzungsmächte und der deutschen Behörden mit dem Nationalsozialismus am Beispiel der unterschiedlichen Praxis in den Besatzungszonen bzw. den beiden deutschen Teilstaaten
  • erläutern die Entstehung zweier deutscher Staaten im Kontext des Ost-West-Konfliktes
  • erläutern das staatliche und nationale Selbstverständnis der DDR und der Bundesrepublik Deutschland, ihre Grundlagen und Entwicklung
  • erklären die friedliche Revolution von 1989 und die Entwicklung vom Mauerfall bis zur deutschen Einheit im Kontext nationaler und internationaler Bedingungsfaktoren
  • beschreiben die Entwicklung der internationalen Beziehungen nach dem Zweiten Weltkrieg sowie die Konfliktlage, die den Kalten Krieg charakterisiert
  • beschreiben den Prozess der europäischen Einigung bis zur Gründung der Europäischen Union

Urteilskompetenz

  • beurteilen exemplarisch die Vergangenheitspolitik der beiden deutschen Staaten
  • beurteilen an einem ausgewählten Beispiel Handlungsoptionen der politischen Akteure in der Geschichte Ost- und Westdeutschlands nach 1945
  • erörtern die Bedeutung der Veränderungen von 1989/90 für ihre eigene Gegenwart
  • beurteilen die langfristige Bedeutung von Zweistaatlichkeit und Vereinigungsprozess für das nationale Selbstverständnis der Bundesrepublik Deutschland
  • beurteilen die Bedeutung der UNO für eine internationale Friedenssicherung
  • beurteilen ansatzweise die Chancen einer internationalen Friedenspolitik vor dem Hintergrund der Beendigung des Kalten Krieges
  • beurteilen die Bedeutung des europäischen Einigungsprozesses für den Frieden in Europa und für Europas internationale Beziehungen

Methodenkompetenz

  • recherchieren fachgerecht und selbstständig innerhalb und außerhalb der Schule in relevanten Medien und beschaffen zielgerichtet Informationen auch zu komplexeren Problemstellungen (MK2)
  • wenden angeleitet unterschiedliche historische Untersuchungsformen an (gegenwartsgenetisch, (diachron, synchron,) perspektivisch-ideologiekritisch, Untersuchung eines historischen Falls) (MK5)
  • interpretieren und analysieren sach- und fachgerecht nichtsprachliche Quellen und Darstellungen wie Karten, (Grafiken, Statistiken,) Schaubilder, (Diagramme, Bilder,) Karikaturen, Filme und historische Sachquellen (u.a. Denkmäler) (MK7)
  • stellen komplexere Zusammenhänge aufgabenbezogen geordnet, strukturiert und optisch prägnant in (Kartenskizzen, Diagrammen und) Strukturbildern dar (MK8)
  • stellen komplexere fachspezifische Sachverhalte unter Verwendung geeigneter sprachlicher Mittel und Fachbegriffe/Kategorien adressatenbezogen sowie problemorientiert dar und präsentieren diese auch unter Nutzung elektronischer Datenverarbeitungssysteme anschaulich (MK9)

Handlungskompetenz

  • stellen den eigenen aktuellen historischen Standort dar, auch unter Beachtung neuer Erkenntnisse, die das Verhältnis der eigenen Person und Gruppe zur historischen Welt sowie ihren Menschen betreffen und ggf. verändern (HK1)
  • entwickeln Handlungsoptionen für die Gegenwart unter Beachtung historischer Erfahrungen und der jeweils herrschenden historischen Rahmenbedingungen (HK2)
  • beziehen Position in Debatten um gegenwärtige Verantwortung für historische Sachverhalte und deren Konsequenzen (HK3)
  • entscheiden sich für oder gegen die Teilnahme an Formen der öffentlichen Erinnerungskultur und begründen ihre Entscheidung differenziert (HK4)
  • nehmen, ggf. in kritischer Distanz, an ausgewählten Formen der öffentlichen Geschichts- und Erinnerungskultur mit eigenen Beiträgen teil (HK5)
  • präsentieren eigene historische Narrationen und vertreten begründet Positionen zu einzelnen historischen Streitfragen (HK6)

Vorhaben V (optional)

Thema

Ist Frieden machbar bzw. können Menschen aus der Geschichte lernen? Historische Erfahrungen für Gegenwart und Zukunft

Inhaltliche
Schwerpunkte

  • Ausgewählte inhaltliche Schwerpunkte unter zwei Perspektiven: internationaler Friede, innerer Friede (nach Wahl der Lehrkraft, in Absprache mit dem Kurs)

Zeitbedarf: Grundkurs: 12 Stunden
Leistungskurs: 20 Stunden

Inhaltsfeld

Auswahl aus den Inhaltsfeldern der Q1/Q2

Sachkompetenz: Hängt ab von der individuell zu treffenden Auswahl der Schwerpunkte.

Urteilskompetenz: Hängt ab von der individuell zu treffenden Auswahl der Schwerpunkte.

Methodenkompetenz

  • stellen komplexere fachspezifische Sachverhalte unter Verwendung geeigneter sprachlicher Mittel und Fachbegriffe/Kategorien adressatenbezogen sowie problemorientiert dar und präsentieren diese auch unter Nutzung elektronischer Datenverarbeitungssysteme anschaulich (MK9)

Handlungskompetenz

  • stellen den eigenen aktuellen historischen Standort dar, auch unter Beachtung neuer Erkenntnisse, die das Verhältnis der eigenen Person und Gruppe zur historischen Welt sowie ihren Menschen betreffen und ggf. verändern (HK1)
  • entwickeln Handlungsoptionen für die Gegenwart unter Beachtung historischer Erfahrungen und der jeweils herrschenden historischen Rahmenbedingungen (HK2)
Zusatzkurs Geschichte in der Q2

Der Zusatzkurs im Fach Geschichte berücksichtigt mindestens zwei der sieben Inhaltsfelder, die im Kernlehrplan für die Sekundarstufe II vorgesehen sind.

  • Die Inhaltsfelder sind in den schulinternen Lehrplänen der Stufen EF, Q1 und Q2 oder im Kernlehrplan des Landes NRW einsehbar.
  • Im Zusatzkurs werden die Lerninteressen der Schülerinnen und Schüler besonders berücksichtigt und entsprechende Schwerpunkte gesetzt.
  • Alle Kompetenzbereiche des Faches (Sach-, Methoden-, Handlungs- und Urteilskompetenz) werden angemessen berücksichtigt.

Außerschulische Lernorte

Für den Geschichtsunterricht bieten außerschulische Lernorte die Möglichkeit, Geschichte greifbar und authentisch zu erleben. Der Besuch von historisch bedeutsamen Orten und Museen ermöglicht für das Fach Geschichte durch seine hohe Anschaulichkeit und Authentizität ein Lernen über die im Unterricht erreichte kognitive Erfassung hinaus.

Angelehnt an die in den einzelnen Jahrgangsstufen obligatorischen Inhaltsfelder des Faches sind in der Sekundarstufe I folgende Exkursionen denkbar.

KlasseInhaltsfeldAußerschulischer Lernort
6Antike Lebenswelten: Griechische Poleis und Imperium RomanumRömisch-Germanisches Museum, Köln
Prätorium, Köln
Colonia Ulpia Traiana, Xanten
9Europa wandelt sich – Industrielle Revolution – an einem regionalen BeispielStädtisches Museum Haus Letmathe in Iserlohn
Luisenhütte Balve-Wocklum
Zeche Zollverein in Essen
DASA Dortmund
Stadtarchiv Hemer (siehe Kooperation)
10Nationalsozialismus und Zweiter WeltkriegMahn- und Gedenkstätte STALAG VIa (siehe Kooperation)
Gedenkstätte auf dem Duloh
Haus der Geschichte, Bonn
  • Gerade die lokalen Lernorte bieten eine Chance auch den lokalen Charakter von Geschichte sichtbar zu machen. Bei dieser Aufstellung handelt es sich um Vorschläge, die in Abhängigkeit von Schülerinteressen oder organisatorischen Rahmenbedingungen flexibel gehandhabt und nicht als abzuarbeitende Liste verstanden werden sollten.
  • Die Kursfahrten der Leistungskurse Geschichte führten ihre Teilnehmer in der Vergangenheit ebenfalls an verschiedene Orte mit historischer Bedeutung, wie etwa Krakau, Auschwitz etc.

Nutzung von Freiraum im Geschichtsunterricht

Im Fach Geschichte werden immer wieder Situationen auftreten, in denen sich nach der adäquaten Behandlung der Obligatorik Freiräume ergeben werden. Eine Nutzung dieser Freiräume soll in aller erster Linie den Bedürfnissen und Interessen der Schülerinnen und Schüler gerecht werden. So ist nach Absprache mit den Schülerinnen und Schülern neben einer Vertiefung von einzelnen Inhaltsfeldern auch die Durchführung von Exkursionen mit deren Vor- und Nachbereitung angedacht. Ebenfalls sollen Freiräume genutzt werden, um die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Kompetenzerwerb individuell zu fördern.

Leistungsbewertung

Vereinbarungen zur Leistungsbewertung

Leistungsbewertung in der Sekundarstufe I

Die rechtliche Grundlage für Leistungsbewertung in der Sekundarstufe I sind im Schulgesetz (§ 48 SchulG) sowie in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I (§6 APO-SI) dargestellt. Da im Pflichtunterricht der Fächer des Lernbereichs Gesellschaftslehre keine Klassenarbeiten vorgesehen sind, erfolgt die Leistungsbewertung ausschließlich im Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“. Dabei hat jede Bewertung von Leistungen ihren Ausgangspunkt bei den im Unterricht erworbenen Kompetenzen.

Gemäß des Kernlehrplans für das Fach Geschichte sind dabei Kompetenzen in folgenden Bereichen auszubilden:

  • Sachkompetenz
  • Methodenkompetenz
  • Urteilskompetenz
  • Handlungskompetenz

Alle vier Bereiche sind dabei für die Leistungsbewertung angemessen zu berücksichtigen. Wie bereits erwähnt, sollen die einzelnen Kompetenzen im Unterricht nachgewiesen werden. Dies kann geschehen durch:

  • mündliche Beiträge zum Unterricht (z.B. Beiträge zum Unterrichtsgespräch, Kurzreferate)
  • schriftliche Beiträge zum Unterricht (z.B. Protokolle, Materialsammlungen, Hefte/Mappen, Portfolios, Lerntagebücher)
  • kurze schriftliche Übungen (Schriftliche Übungen sollen ausschließlich der Überprüfung von Kompetenzen dienen. Ein bloßes Abfragen von Faktenwissen kann der Kompetenzdiagnose nicht dienlich sein.)
  • Beiträge im Rahmen eigenverantwortlichen, schüleraktiven Handelns (z.B. Rollenspiel, Befragung, Erkundung, Präsentation)

Die Möglichkeit, eine schriftliche Leistung einzubringen wie in 2. und 3. wird den Schülerinnen und Schülern gegeben. Es ist die Aufgabe des Geschichtslehrers, seine Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schuljahres auf die hier genannten Kriterien zur Leistungsbewertung hinzuweisen.

Die zu den vier Bereichen zu erwerbenden Kompetenzen sind in den Lehrplänen der einzelnen Klassen (siehe oben) aufgeschlüsselt.

Leistungsbewertung in der Sekundarstufe II – Klausuren

Anzahl und Länge der Klausuren

Einführungsphase Stufe EFQualifikationsphase Stufe Q1Qualifikationsphase Stufe Q2
EF 1.1: 1 Klausur 2 UStdGrundkurs Q1.1: 2 Klausuren 2 UStdLeistungskurs Q1.1: 2 Klausuren 3 UStd
EF 1.2: 2 Klausuren 2 UStdGrundkurs Q1.2: 2 Klausuren 3 UStdLeistungskurs Q1.2: 2 Klausuren 3 UStd
Grundkurs Q2.1: 2 Klausuren 4 UStdLeistungskurs Q2.1: 2 Klausuren 4 UStd
Grundkurs Q2.2: 1 Klausur 3 ZStdLeistungskurs Q2.2: 1 Klausur 4,25 ZStd

Konstruktion und Bewertung der Klausuren

Die zu erbringenden Leistungen in Klausuren richten sich in zunehmendem Maße nach den drei Anforderungsbereichen ((I) Reproduktion, (II) Reorganisation und Transfer, (III) Reflexion und Problemlösung). In der Einführungsphase kann somit insbesondere im ersten Halbjahr auf eine Aufgabe aus dem Anforderungsbereich III verzichtet werden. Klausuren in der Qualifikationsphase müssen alle drei Anforderungsbereiche aufweisen.

Da sich Aufgabenart und Aufgabenstellung im Verlauf der Qualifikationsphase zunehmend an die Bedingungen der schriftlichen Abiturprüfung anpassen müssen, ist neben der Berücksichtigung der Anforderungsbereiche ebenfalls auf eine Verwendung der im Abitur obligatorischen Operatoren zur Aufgabenstellung zu achten. Die Aufgabenstellungen sollen dabei variieren, um die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die schriftliche Abiturprüfung vorzubereiten.

Die Bewertung der Klausuren erfolgt grundsätzlich mit Hilfe eines Kriterienrasters, welches sich bei der Vergabe der Punkte an den Standards der schriftlichen Abiturprüfung orientiert. Das gilt insbesondere für die Gewichtung der einzelnen Aufgaben. Bei der Notenbildung ist der in der schriftlichen Abiturprüfung übliche Punkteschlüssel zu verwenden.

Gemäß §13 (2) APO-GOSt führen Klausuren mit gehäuften Verstößen gegen die sprachliche Richtigkeit in der Einführungsphase zu einem Abzug von einem, in der Qualifikationsphase zu einem Abzug von zwei Notenpunkten. Dabei sind folgende Grundsätze zu beachten:
Abzug von einem Notenpunkt in der Qualifikationsphase: Einzelne Absätze sind frei von Verstößen gegen grundlegende Regeln der sprachlichen Richtigkeit. Die Fehler beeinträchtigen z. T. das Lesen und Verstehen.

Abzug von zwei Notenpunkten in der Qualifikationsphase (einem in der Einführungsphase): Einzelne Sätze sind frei von Verstößen gegen grundlegende Regeln der sprachlichen Richtigkeit. Die Fehler beeinträchtigen das Lesen und Verstehen stark.

Leistungsbewertung in der Sekundarstufe II – Sonstige Leistungen

Den sonstigen Leistungen im Unterricht kommt der gleiche Stellenwert zu wie den schriftlichen Leistungen. Unter den Begriff „Sonstige Leistungen“ fallen alle im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachen Leistungen außer Klausuren wie z.B.:

  • individuelle Leistungen innerhalb von kooperativen Lernformen / Projektformen,
  • Präsentationen, z.B. im Zusammenhang mit Referaten, Vorbereitung und Durchführung von Podiumsdiskussionen,
  • Protokolle,
  • Vorbereitung von Exkursionen, Archiv- oder Museumsbesuchen,
  • eigenständige Recherche (Bibliothek, Internet, Archiv usw.) und deren Nutzung für den Unterricht,
  • Erstellung eines Portfolios im Laufe der Qualifikationsphase,
  • Vorbereitung, Durchführung, Auswertung und Reflexion eines Zeitzeugeninterviews,

Die Facharbeit im zweiten Halbjahr des ersten Jahres der Qualifikationsphase ersetzt eine Klausur und fällt somit nicht unter die sonstigen Leistungen.

Insbesondere ab der Qualifikationsphase sollen die Schülerinnen und Schüler durch die Mitarbeit im Unterricht auf die mündliche Abiturprüfung vorbereitet werden.

Hausaufgaben

Hausaufgaben sollen in der Fächergruppe IIa in der Regel nicht gegeben werden. Ausnahmen von dieser Regel werden vom Fachlehrer festgelegt.

Hausaufgaben können u.a. aufgegeben werden, wenn diese zum Erreichen der Klassenziele notwendig erscheinen oder wenn in Vorbereitung auf die Oberstufe in der Klasse 9 der Anforderungsbereich III (Urteilsebene) eingeübt werden soll.

Medienbildung

Umsetzung des Medienkompetenzrahmens
Klasse 6Klasse 7Klasse 8Klasse 9
1. BEDIENEN UND ANWENDEN
1.1 Medienausstattung (Hardware)
Medienausstattung (Hardware) kennen, auswählen und reflektiert anwenden; mit dieser verantwortungsvoll umgehen
1.2 Digitale Werkzeuge
Informationen und Daten sicher speichern, wiederfinden und von verschiedenen Orten abrufen; Informationen und Daten zusammen fassen, organisieren und strukturiert aufbewahren
1.3 Datenorganisation
Informationen und Daten sicher speichern, wiederfinden und von verschiedenen Orten abrufen; Informationen und Daten zusammenfassen, organisieren und strukturiert aufbewahren
1.4 Datenschutz und Informationssicherheit
Verantwortungsvoll mit persönlichen
und fremden Daten umgehen; Datenschutz, Privatsphäre und Informationssicherheit beachten
2. INFORMIEREN UND RECHERCHIEREN
2.1 Informationsrecherche
Informationsrecherchen zielgerichtet durchführen und dabei Suchstrategien anwendenz.B. eine Webquest durchführen, eine Internetseite untersuchen
2.2 Informationsauswertung
Themenrelevante Informationen und Daten aus Medienangeboten filtern, strukturieren, umwandeln und aufbereitenz.B. Anwendung von Google Earth und Street View
2.3 Informationsbewertung
Informationen, Daten und ihre Quellen sowie dahinterliegende Strategien und Absichten erkennen und kritisch bewertenz.B. einen Wikipedia-Artikel untersuchen
2.4 Informationskritik
Unangemessene und gefährdende Medieninhalte erkennen und hinsichtlich rechtlicher Grundlagen sowie gesellschaftlicher Normen und Werte einschätzen; Jugend- und Verbraucherschutz kennen und Hilfs- und Unterstützungsstrukturen nutzen
3. KOMMUNIZIEREN UND KOOPERIEREN
3.1 Kommunikations- und Kooperationsprozesse
Kommunikations- und Kooperationsprozesse mit digitalen Werkzeugen zielgerichtet gestalten sowie mediale Produkte und Informationen teilen
3.2 Kommunikations- und Kooperationsregeln
Regeln für digitale Kommunikation und Kooperation kennen, formulieren und einhalten
3.3 Kommunikation und Kooperation in der Gesellschaft
Kommunikations- und Kooperationsprozesse im Sinne einer aktiven Teilhabe an der Gesellschaft gestalten und reflektieren; ethische Grundsätze sowie kulturell-gesellschaftliche Normen beachten
3.4 Cybergewalt und -kriminalität
Persönliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Risiken und Auswirkungen von Cybergewalt und -kriminalität erkennen sowie Ansprechpartner und Reaktionsmöglichkeiten kennen und nutzen
4. PRODUZIEREN UND PRÄSENTIEREN
4.1 Medienproduktion und Präsentation
Medienprodukte adressatengerecht planen, gestalten und präsentieren; Möglichkeiten des Veröffentlichens und Teilens kennen und nutzenz.B. einen Podcast anfertigen
4.2 Gestaltungsmittel
Gestaltungsmittel von Medienprodukten kennen, reflektiert anwenden sowie hinsichtlich ihrer Qualität, Wirkung und Aussageabsicht beurteilen
4.3 Quellendokumentation
Standards der Quellenangaben beim Produzieren und Präsentieren von eigenen und fremden Inhalten kennen und anwenden
4.4 Rechtliche Grundlagen
Rechtliche Grundlagen des Persönlichkeits- (u.a. des Bildrechts), Urheber- und Nutzungsrechts (u.a. Lizenzen) überprüfen, bewerten und beachten
5. ANALYSIEREN UND REFLEKTIEREN
5.1 Medienanalyse
Die Vielfalt der Medien, ihre Entwicklung und Bedeutungen kennen, analysieren und reflektierenz.B. eine Webquest durchführen
5.2 Meinungsbildung
Die interessengeleitete Setzung und Verbreitung von Themen in Medien erkennen sowie in Bezug auf die Meinungsbildung beurteilenz.B. eine Internetseite untersuchen
5.3 Identitätsbildung
Chancen und Herausforderungen von Medien für die Realitätswahrnehmung erkennen und analysieren sowie für die eigene Identitätsbildung nutzenz.B. einen Wikipedia-Artikel untersuchen
5.4 Selbstregulierte Mediennutzung
Medien und ihre Wirkungen beschreiben, kritisch reflektieren und deren Nutzung selbstverantwortlich regulieren; andere bei ihrer Mediennutzung unterstützen
6. PROBLEMLÖSEN UND MODELLIEREN
6.1 Prinzipien der digitalen Welt
Grundlegende Prinzipien und Funktionsweisen der digitalen Welt identifizieren, kennen, verstehen und bewusst nutzen
6.2 Algorithmen erkennen
Algorithmische Muster und Strukturen in verschiedenen Kontexten erkennen, nachvollziehen und reflektieren
6.3 Modellieren und Programmieren
Probleme formalisiert beschreiben, Problemlösestrategien entwickeln und dazu eine strukturierte, algorithmische Sequenz planen, diese auch durch Programmieren umsetzen und die gefundene Lösungsstrategie beurteilen
6.4 Bedeutung von Algorithmen
Einflüsse von Algorithmen und Auswirkung der Automatisierung von Prozessen in der digitalen Welt beschreiben und reflektieren
Beitrag zur informationstechnischen Grundbildung

Die Fachkonferenz ist sich einig, dass die Anwendung der im ITG-Unterricht gewonnenen Techniken auch im Fach Geschichte ihren Platz hat. Insbesondere werden vorgeschlagen:

  • Kritische Beurteilung der Darstellung von Geschichte im Film z.B. anhand der Kontrastierung von Spielfilmen und Dokumentationen beispielsweise zur römischen Republik (Klasse 6), zum Ersten Weltkrieg ggf. „Im Westen nichts Neues“ (Klasse 8) und zur Wiedervereinigung (Klasse 9)
  • Praktische Nutzung von Präsentationsprogrammen für die Präsentation historischer Sachverhalte beispielsweise zur Französischen Revolution (Klasse 8) und zum Alltagsleben im Nationalsozialismus und in der DDR (Klasse 9)
  • Erstellung von Tabelle, Statistiken und Diagrammen beispielsweise zum wirtschaftlichen Aufschwung in der Bundesrepublik Deutschland (Klasse 9)
  • Selbstständige Beschaffung von Informationen aus schulischen wie außerschulischen Medien, recherchieren in Bibliotheken und im Internet
  • Darstellung einer Entscheidungssituation z.B. zum Umgang mit Kopernikus (Klasse 8)
  • Aufarbeitung und Präsentation historischer Sachverhalte in Form eines Projekts

Die jeweilige Anbindung an bestimmte Themen soll im Ermessen des Fachlehrers liegen.
(Fachkonferenz vom 20.10.2014)

Beitrag zur Medienkunde

Die Vermittlung von Medienkompetenz ist ein wichtiger Baustein des Faches Geschichte, da der kritisch rezipierende wie auch der produzierende Umgang mit historischen Gegenständen besonders in einer modernen Informationsgesellschaft unverzichtbar ist.
Die jeweiligen Schwerpunkte des Kompetenzerwerbs werden für einzelne Unterrichtsvorhaben in den Fachlehrplänen der Jahrgangsstufen besonders ausgewiesen.

Standardsicherung

Vereinbarungen zur Standardsicherung

Um eine hohe Unterrichtsqualität gewährleisten zu können, greift die Fachgruppe Geschichte auf die nachfolgend angegebenen Instrumente zurück. Der hausinterne Lehrplan bildet zu jeder Zeit den aktuellen Stand dieses Prozesses ab.

InstrumentZiel
Absprachen in der FachkonferenzIn der Fachkonferenz kommt es zu einem gemeinsamen Austausch über den aktuellen Stand der Arbeit, dem Aufdecken von Optimierungsbedarf und der Umsetzung neuer Projekte.
Gemeinsame FortbildungenIm Rahmen von Fortbildungen erwerben die Mitglieder der Fachgruppe Geschichte Wissen über neue Konzepte, Methoden und Vorgaben für das Fach Geschichte.
Korrektur von KlausurenDie gemeinsame Korrektur von Klausuren dient der Verständigung über einheitliche Standards bei der Leistungsüberprüfung in der Sekundarstufe II.

Weitere Informationen: Standardsicherung NRW (Bildungsportal des Schulministeriums)

Studien- und Berufsorientierung

Beitrag zur Studien- und Berufswahlorientierung

Die nachfolgende Tabelle gibt die Themen an, mit denen im Fach Geschichte die Studien- und Berufswahlorientierung verknüpft ist.

Stufe

Inhaltsfeld lt. Kernlehrplan

Thema

Ziele der Studien- und Berufswahlorientierung (Die Schülerinnen und Schüler …)

6

Frühe Kulturen und erste Hochkulturen

Handel in der Bronzezeit

  • erläutern die Bedeutung von Handelsverbindungen für die Entstehung von Kulturen in der Bronzezeit,
  • erörtern Chancen und Risiken eines Austauschs von Waren, Informationen und Technologien für die Menschen.

Antike Lebenswelten: Griechische Poleis und Imperium Romanum

Herrschaft, Gesellschaft und Alltag im Imperium Romanum

  • stellen aus zeitgenössischem Blickwinkel großstädtisches Alltagsleben sowie Lebenswirklichkeiten von Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen im antiken Rom dar.

Lebenswelten im Mittelalter

Lebensformen in der Ständegesellschaft: Land, Burg, Kloster

  • erläutern Lebens- und Arbeitswirklichkeiten von Menschen in der Ständegesellschaft.

7

Lebenswelten im Mittelalter

transkontinentale Handelsbeziehungen zwischen Europa, Asien und Afrika

  • informieren exemplarisch über transkontinentale Handelsbeziehungen und kulturelle Kontakte,

Frühe Neuzeit: Neue Welten, neue Horizonte

Vernetzung und Verlagerung globaler Handelswege

  • erklären die zunehmende globale Vernetzung bestehender Handelsräume in der Frühen Neuzeit.

9

Das „lange“ 19. Jahrhundert – politischer und wirtschaftlicher Wandel in Europa

Industrialisierung und Arbeitswelten

  • erläutern Voraussetzungen und Folgen des industriellen „Take-off“ in Deutschland,
  • unterscheiden Formen, Etappen und regionale Ausprägungen der industriellen Entwicklung in Deutschland,
  • erläutern vor dem Hintergrund der Sozialen Frage Lebens- und Arbeitswelten von Männern, Frauen und Kindern in ländlichen und urbanen Regionen.

10

Gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland seit 1945

Deutsch-Deutsche Beziehungen zwischen Konfrontation, Entspannungspolitik und Wiedervereinigung

  • erläutern Auswirkungen der wirtschaftlichen Krise von 1973 im Hinblick auf die Lebenswirklichkeiten der Menschen in beiden deutschen Staaten.

Gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland seit 1945

Gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformationsprozesse

  • beurteilen sozioökonomische Entwicklungen vor und nach der Wiedervereinigung,
  • vergleichen gesellschaftliche Debatten um technische Innovationen in der Vergangenheit mit gegenwärtigen Diskussionen um die Digitalisierung.

EF

Erfahrungen mit Fremdsein in weltgeschichtlicher Perspektive

Fremdsein, Vielfalt und Integration – Migration am Beispiel des Ruhrgebiets im 19. und 20. Jahrhundert

  • stellen an ausgewählten Beispielen die Loslösung der von Arbeitsmigration Betroffenen von ihren traditionellen Beziehungen und die vielfältige Verortung in ihre neue Lebenswelt an Rhein und Ruhr da,
  • erörtern kritisch und vor dem Hintergrund differenzierter Kenntnisse die in Urteilen über Menschen mit persönlicher oder familiärer Zuwanderungsgeschichte enthaltenen Prämissen.

Menschenrechte in der historischen Perspektive

Geltungsbereich der Menschenrechte in Vergangenheit und Gegenwart

  • erläutern an ausgewählten Beispielen unterschiedliche zeitgenössische Vorstellungen von der Reichweite der Menschenrechte (u.a. der Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin),
  • beurteilen den Grad der Umsetzung der Menschenrechte in der Gegenwart.

Q1/Q2

Beharrung und Wandel – Modernisierung im 19. Jahrhundert

Die „Zweite Industrielle Revolution“ und die Entstehung der modernen Massengesellschaft

  • erörtern Modernisierungsprozesse in den Bereichen Bevölkerung, Technik, Arbeit, soziale Sicherheit, Verkehr und Umwelt im jeweiligen Zusammenhang,
  • ermitteln an ausgewählten Beispielen die Veränderung der Lebenswirklichkeit für unterschiedliche soziale Schichten und Gruppen.