In der Sekundarstufe I wird am Woeste-Gymnasium das Fach Praktische Philosophie für Schülerinnen und Schüler angeboten, die nicht am konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen. Es ist als religions- und weltanschauungsneutrales Unterrichtsangebot konzipiert, in dem Sinn- und Wertefragen systematisch und zusammenhängend behandelt werden. In der Oberstufe wird das Fach Philosophie unterrichtet.
Im Philosophieunterricht lernen die Schülerinnen und Schüler, philosophische Fragen aus Phänomenen ihrer Lebenswelt herauszuarbeiten, Argumentationen zu analysieren, eigene Positionen zu entwickeln und im rationalen Diskurs zu vertreten – auch in Form eines Essays.
Die Philosophie findet keine Lösungen, sie stellt Fragen. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Fragen zu korrigieren.
Slavoj Žižek (* 1949), slowenischer Philosoph
Kernlehrpläne
- Kernlehrplan Praktische Philosophie für die Sekundarstufe I
- Kernlehrplan Philosophie für die Sekundarstufe II
Schulinterner Lehrplan
Praktische Philosophie in den Klassen 5 bis 10
Profil, Inhalte und Kompetenzerwartungen der Praktischen Philosophie
Zum Profil des Faches Praktische Philosophie
Das Fach „Praktische Philosophie“ wendet sich an Schüler der Jahrgangsstufe 5 bis 10, die nicht an einem konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen. Es ist als religions- und weltanschauungsneutrales Unterrichtsangebot konzipert, in dem Sinn- und Wertefragen systematisch zusammenhängend behandelt werden.
Inhalte des Faches
Nach Immanuel Kant, einem bedeutenden Philosoph (1724-1804), gibt es drei Grundfragen der Philosophie, die in eine wesentliche vierte münden:
- Was kann ich wissen?
- Was soll ich tun?
- Was darf ich hoffen?
- Was ist der Mensch?
Die „Praktische Philosophie“ befasst sich – als ethische Disziplin – in erster Linie mit der Frage: „Was soll ich tun“. Diese Frage umfasst sieben Themenkreise:
- Die Frage nach dem Selbst
- Die Frage nach dem Anderen
- Die Frage nach dem guten Handeln
- Die Frage nach Recht, Staat und Wirtschaft
- Die Frage nach Natur und Technik
- Die Frage nach Wahrheit, Wirklichkeit und Medien und
- Die Frage nach Ursprung, Zukunft und Sinn.
Bei der unterrichtlichen Gestaltung dieser Themenkreise sollen – mit der Zielperspektive einer sittlich-moralischen Orientierung – drei wesentliche Perspektiven miteinander verknüpft werden:
- Die personale Perspektive
- Die gesellschaftliche Perspektive
- Die ideengeschichtliche Perspektive
Kompetenzerwartungen und zentrale Inhalte in den Jahrgangsstufen 5/6
Personale Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- beschreiben die eigenen Stärken
- geben ihre Gefühle wieder und stellen sie in geeigneten Situationen dar
- ordnen Handlungen als „vernünftig“ und „unvernünftig“ ein und begründen ihre Einordnung
- stellen eigene Ansichten in Gesprächen miteinander nachvollziehbar dar
- erläutern ihr Handeln anderen gegenüber und erörtern Alternativen
- stellen ihre Rolle in sozialen Kontexten dar
- reflektieren ihre Verantwortung im täglichen Leben
- untersuchen Beispiele für sinnerfülltes Leben aus dem eigenen Umfeld.
Soziale Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- erfassen und beschreiben die Gefühle, Wünsche und Meinungen von Personen ihres Lebens- und Arbeitsraumes
- hören aktiv anderen im Gespräch zu und fassen die Gedanken von anderen zusammen
- unterscheiden verschiedene Perspektiven in fiktiven Situationen und stellen diese dar
- erörtern unterschiedliche Lebenseinstellungen und beurteilen sie
- erfassen die Vorteile von Kooperation in ihrem Lebensraum
- unterscheiden zwischen Urteilen und Vorurteilen
- unterscheiden sachliche und emotionale Beweggründe
- üben Wege gewaltfreier Konfliktlösung ein
- erkennen Verantwortlichkeiten für Mitmenschen und reflektieren diese.
Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- erfassen soziale Phänomene in ihrer Bedeutung für ihr Leben
- beschreiben und bewerten den eigenen Umgang mit Medien
- formulieren Grundfragen der menschlichen Existenz, des Handelns in der Welt und des Umgangs mit der Natur als ihre eigenen Fragen und identifizieren sie als philosophische Fragen
- beschreiben Verhalten und Handlungen und erfassen den Handlungen zugrundeliegende Werte
- beschreiben und deuten ihre Sinneswahrnehmungen
- beschreiben unterschiedliche religiöse Rituale und respektieren sie
- identifizieren und beschreiben kulturelle Vielfalt.
Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- erfassen ihre Umwelt und beschreiben ihre Beobachtungen
- erschließen einfache philosophische sowie literarische Texte (z. B. Märchen, Mythen,Fabeln) in ihrer ethisch-philosophischen Dimension
- untersuchen Wort- und Begriffsfelder,
- begründen Meinungen und Urteile
- üben kontrafaktisches Denken ein
- bearbeiten einfache Konfliktsituationen
- hören in Gesprächen einander zu und gehen aufeinander ein
- schreiben selbst einfache Texte mit philosophischem Gehalt
Kompetenzerwartungen und zentrale Inhalte in den Jahrgangsstufen 7/8
Personale Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- untersuchen und reflektieren den Wert der eigenen Persönlichkeit in Beziehung zu anderen
- setzen sich in Rollenspielen und Texten mit der Wertigkeit von Gefühlen auseinander
- erproben in fiktiven Situationen vernunftgemäße Aktionen und Reaktionen
- beschreiben Geschehnisse sowie Verhaltensweisen differenziert und beurteilen sie
- erörtern Beispiele autonomen Handelns in Problemsituationen und treffen eine begründete Ent-scheidung
- stellen verschiedene soziale Rollen dar und reflektieren diese
- untersuchen Konsequenzen von Handlungen für sich selbst
- erörtern Beispiele sinnerfüllten Lebens unter schwierigen äußeren Bedingungen.
Soziale Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- erfassen und reflektieren den Wert der Meinung anderer
- nehmen Gefühle und Stimmungen anderer wahr und benennen sie
- lassen sich auf andere ein und nehmen die Perspektive anderer ein
- prüfen individuelle Werthaltungen und Lebensorientierungen, respektieren und tolerieren sie
- planen gemeinsam Projekte, führen sie durch und erörtern Vor- und Nachteile von Projekten als Arbeitsform
- erarbeiten sachbezogene Kompromisse
- entwickeln ein konstruktives Konfliktverhältnis und Kompromissbereitschaft und setzen diese bei der Lösung von Konflikten ein
- lernen Bereiche sozialer Verantwortung kennen und erproben gemeinsam mit anderen Möglich-keiten der Übernahme eigener Verantwortung.
Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- erkennen Abhängigkeiten persönlicher Lebenslagen von gesellschaftlichen Problemen und erörtern gemeinsam Lösungsmöglichkeiten
- entwickeln Übersicht über unsere Medienwelt und gehen kritisch mit neuen Medien um
- diskutieren kulturvergleichend Grundfragen menschlicher Existenz und des Umgangs mit der Natur
- vergleichen Werthaltungen kritisch und begründen ihre eigene Position
- erkennen die Abhängigkeit der Wahrnehmung von Voraussetzungen und Perspektiven
- nennen Unterscheidungsmerkmale verschiedener Weltreligionen und erkennen sie als kulturelle Phänomene
- beschreiben Beispiele interkulturellen Zusammenlebens und erörtern mögliche damit zusam-menhängende Probleme.
Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- beschreiben differenziert ihre Selbstwahrnehmung und Selbstbeobachtung
- erschließen Darstellungen audiovisueller Medien auf ihren ethischen und übrigen philosophischen Gehalt
- bilden Ober- und Unterbegriffe und stellen begriffliche Zusammenhänge her
- formulieren Thesen und stützen sie durch Argumente
- führen einfache Gedankenexperimente durch
- setzen sich mit Wertkonflikten auseinander und suchen in Darstellungen von Wertkonflikten nach Lösungsmöglichkeiten
- führen eine Diskussion über ein philosophisches Thema
- verfassen schriftlich eine Argumentation zu einem philosophischen Thema.
Kompetenzerwartungen und zentrale Inhalte in den Jahrgangsstufen 9/10
Am Ende der Sekundarstufe I sollen die Schülerinnen und Schüler über folgende Kompetenzen verfügen:
Personale Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- entwickeln ein Bewusstsein der eigenen Fähigkeiten und Anlagen und bringen dies in symbolischer Darstellung zum Ausdruck
- artikulieren die Bewertung von Gefühlen als gesellschaftlich mitbedingt und erörtern Alternativen
- entwickeln bei starken Gefühlen einen rationalen Standpunkt und treffen eine verantwortete Ent-scheidung
- bewerten komplexe Sachverhalte und Fallbeispiele und diskutieren diese angemessen
- diskutieren Beispiele von Zivilcourage hinsichtlich ihrer Motive
- reflektieren und antizipieren verschiedene soziale Rollen und stellen sie authentisch dar
- treffen begründet Entscheidungen im Spannungsfeld von Freiheit und Verantwortung
- erörtern Antworten der Religionen und der Philosophie auf die Frage nach einem sinnerfüllten Leben und finden begründet eigene Antworten.
Soziale Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- formulieren Anerkennung und Achtung des Anderen als notwendige Grundlage einer pluralen Ge-sellschaft und wenden diese Erkenntnis bei Begegnungen mit anderen an
- denken sich an die Stelle von Menschen unterschiedlicher Kulturen und argumentieren
- aus dieser fremden Perspektive
- reflektieren und vergleichen Werthaltungen verschiedener Weltanschauungen und gehen tolerant damit um
- erkennen Kooperation als ein Prinzip der Arbeits- und Wirtschaftswelt
- lassen sich auf mögliche Beweggründe und Ziele anderer ein und entwickeln im täglichen Umgang miteinander eine kritische Akzeptanz
- argumentieren in Streitgesprächen vernunftgeleitet
- reflektieren verantwortliches Handeln in der Gesellschaft und erörtern die dahinter stehenden Werte.
Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- erfassen gesellschaftliche Probleme in ihren Ursachen und ihrer geschichtlichen Entwicklung, diskutieren diese unter moralischen und politischen Aspekten und formulieren mögliche Antworten
- reflektieren die Bedeutung der Medien und medialen Kulturtechniken und gestalten bewusst das eigene Medienverhalten
- entwickeln verschiedene Menschen- und Weltbilder sowie Vorstellungen von Natur und vergleichen sie
- erfassen ethische und politische Grundbegriffe und wenden diese kontextbezogen an
- begründen kriteriengeleitet Werthaltungen
- beschreiben differenziert Wahrnehmungs- und Erkenntnisprozesse und ordnen sie entsprechenden Modellen zu
- reflektieren philosophische Aspekte von Weltreligionen
- nehmen gesellschaftliche Entwicklungen und Probleme in ihrer interkulturellen Prägung wahr, bewerten sie moralisch-politisch und entwickeln Toleranz gegenüber anderen Sichtweisen.
Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- beschreiben Komplexität und Perspektivität von Wahrnehmung
- erarbeiten philosophische Texte und Gedanken
- erwerben ein angemessenes Verständnis von Fachbegriffen und verwenden diese sachgerecht
- erkennen Widersprüche in Argumentationen und ermitteln Voraussetzungen und Konsequenzen dieser Widersprüche
- führen Gedankenexperimente zur Lösung philosophischer Probleme durch
- analysieren in moralischen Dilemmata konfligierende Werte und beurteilen sie
- führen Gespräche im Sinne eines sokratischen Philosophierens
- legen philosophische Gedanken in schriftlicher Form dar.
Philosophie in der Oberstufe
Überblick: Unterrichtsvorhaben in EF, Q1 und Q2
EF-I: Was heißt es zu philosophieren?
– Welterklärungen in Mythos, Wissenschaft und Philosophie
EF-II: Ist der Mensch ein besonderes Lebewesen?
– Sprachliche, kognitive und reflexive Fähigkeiten von Mensch und Tier im Vergleich
EF-III: Eine Ethik für alle Kulturen?
– Der Anspruch moralischer Normen auf interkulturelle Geltung
EF-IV: Wann darf und muss der Staat die Freiheit des Einzelnen begrenzen?
– Die Frage nach dem Recht und der Gerechtigkeit von Strafen
EF-V: Was können wir mit Gewissheit erkennen?
– Grundlagen und Grenzen menschlicher Erkenntnis
Bei der Bearbeitung von mindestens einem der Inhaltsfelder wird an das Verfassen von Essays herangeführt.
Qualifikationsphase Q1 (Stufe 11)
Q1-I: Ist der Mensch mehr als Materie?
– Das Leib-Seele-Problem im Licht der modernen Gehirnfoschung
Q1-II: Ist die Kultur die Natur des Menschen?
– Der Mensch als Produkt der natürlichen Evolution und die Bedeutung der Kultur für seine Entwicklung
Q1-III: Welche Ordnung der Gemeinschaft ist gerecht?
Q1-IV: Wie kann das Leben gelingen?
– Eudämonistische Auffassungen eines guten Lebens
Q1-V: Wonach richte ich mein Handeln aus?
– Utilitaristische und deontologische Positionen im Vergleich
Q1-VI: Gibt es eine Verantwortung des Menschen für die Natur??
– Ethische Grundsätze im Anwendungskontext der Ökologie
Qualifikationsphase Q2 (Stufe 12)
Q2-I: Gibt es eine wahre Erkenntnis?
Q2-II: Gibt es eine ethische Verantwortung, dem medizinischen Fortschritt Grenzen zu setzen?
– Möglichkeiten und Gefahren des medizinischen Fortschritts
Q2-III: Wie gelangen die Wissenschaften zu Erkenntnissen?
– Anspruch und Verfahrensweisen der modernen Naturwissenschaften
Q2-IV: Wie lässt sich das Interesse des Individuums mit einem Gesellschaftsvertrag vereinbaren?
– Kontraktualistische Staatstheorien im Vergleich
Q2-V: Kann der Staat für den Einzelnen politische Mitwirkung und soziale Gerechtigkeit gewährleisten?
Stufe EF, Vorhaben I: Was heißt es zu philosophieren? – Welterklärungen in Mythos, Wissenschaft und Philosophie
Thema: Was heißt es zu philosophieren? – Welterklärungen in Mythos, Wissenschaft und Philosophie
Inhaltsfeld: IF2: Erkenntnis und ihre Grenzen
Inhaltliche Schwerpunkte
- Eigenart philosophischen Fragens und Denkens
- Metaphysische Probleme als Herausforderung für die Vernunfterkenntnis
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- arbeiten aus Phänomenen der Lebenswelt und präsentativen Materialien verallgemeinernd relevante philosophische Fragen heraus (MK2),
- ermitteln in einfacheren philosophischen Texten das diesen jeweils zugrundeliegende Problem bzw. ihr Anliegen sowie die zentrale These (MK3),
- recherchieren Informationen sowie die Bedeutung von Fremdwörtern und Fachbegriffen unter Zuhilfenahme von (auch digitalen) Lexika und anderen Nachschlagewerken (MK9).
Stufe EF, Vorhaben II: Ist der Mensch ein besonderes Lebewesen? – Sprachliche, kognitive und reflexive Fähigkeiten von Mensch und Tier im Vergleich
Thema: Ist der Mensch ein besonderes Lebewesen? –
Sprachliche, kognitive und reflexive Fähigkeiten von Mensch und Tier im Vergleich
Inhaltsfeld
- IF 1: Der Mensch und sein Handeln
- IF 2: Erkenntnis und ihre Grenzen
Inhaltliche Schwerpunkte
- Die Sonderstellung des Menschen
- Prinzipien und Reichweite menschlicher Erkenntnis
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- analysieren die gedankliche Abfolge von philosophischen Texten und interpretieren wesentliche Aussagen (MK5),
- bestimmen elementare philosophische Begriffe mit Hilfe definitorischer Verfahren (MK7),
- recherchieren Informationen sowie die Bedeutung von Fremdwörtern und Fachbegriffen unter Zuhilfenahme von (auch digitalen) Lexika und anderen Nachschlagewerken (MK9).
Verfahren der Präsentation und Darstellung
- stellen grundlegende philosophische Sachverhalte in diskursiver Form strukturiert dar (MK10).
Handlungskompetenz: beteiligen sich mit philosophisch dimensionierten Beiträgen an der Diskussion allgemein-menschlicher Fragestellungen (HK4).
Stufe EF, Vorhaben III: Eine Ethik für alle Kulturen? – Der Anspruch moralischer Normen auf interkulturelle Geltung
Thema: Eine Ethik für alle Kulturen? – Der Anspruch moralischer Normen auf interkulturelle Geltung
Inhaltsfeld: IF 1: Der Mensch und sein Handeln
Inhaltliche Schwerpunkte: Werte und Normen des Handelns im interkulturellen Kontext
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- beschreiben Phänomene der Lebenswelt vorurteilsfrei ohne verfrühte Klassifizierung (MK1),
- identifizieren in einfacheren philosophischen Texten Sachaussagen und Werturteile, Begriffsbestimmungen, Behauptungen, Begründungen, Erläuterungen und Beispiele (MK4),
- entwickeln mit Hilfe heuristischer Verfahren (u.a. Gedankenexperimenten, fiktiven Dilemmata) eigene philosophische Gedanken (MK6),
- argumentieren unter Ausrichtung an einschlägigen philosophischen Argumentationsverfahren (u.a. Toulmin-Schema) (MK8).
Verfahren der Präsentation und Darstellung
- stellen grundlegende philosophische Sachverhalte und Zusammenhänge in präsentativer Form (u.a. Visualisierung, bildliche und szenische Darstellung) dar (MK11),
- stellen philosophische Probleme und Problemlösungsbeiträge in ihrem Für und Wider dar (MK13).
Handlungskompetenz
- entwickeln auf der Grundlage philosophischer Ansätze verantwortbare Handlungsperspektiven für aus der Alltagswirklichkeit erwachsende Problemstellungen (HK1),
- vertreten im Rahmen rationaler Diskurse im Unterricht ihre eigene Position und gehen dabei auch auf andere Perspektiven ein (HK3).
Stufe EF, Vorhaben IV: Wann darf und muss der Staat die Freiheit des Einzelnen begrenzen? – Die Frage nach dem Recht und der Gerechtigkeit von Strafen
Thema: Wann darf und muss der Staat die Freiheit des Einzelnen begrenzen? –
Die Frage nach dem Recht und der Gerechtigkeit von Strafen
Inhaltsfeld: IF 1: Der Mensch und sein Handeln
Inhaltliche Schwerpunkte: Umfang und Grenzen staatlichen Handelns
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- arbeiten aus Phänomenen der Lebenswelt und präsentativen Materialien verallgemeinernd relevante philosophische Fragen heraus (MK2),
- bestimmen elementare philosophische Begriffe mit Hilfe definitorischer Verfahren (MK7),
- argumentieren unter Ausrichtung an einschlägigen philosophischen Argumentationsverfahren (u. a. Toulmin-Schema) (MK8).
Verfahren der Präsentation und Darstellung
- stellen philosophische Probleme und Problemlösungsbeiträge in ihrem Für und Wider dar (MK13).
Handlungskompetenz
- entwickeln auf der Grundlage philosophischer Ansätze verantwortbare Handlungsperspektiven für aus der Alltagswirklichkeit erwachsende Problemstellungen (HK1),
- rechtfertigen eigene Entscheidungen und Handlungen durch philosophisch dimensionierte Begründungen (HK2).
Stufe EF, Vorhaben V: Was können wir mit Gewissheit erkennen? – Grundlagen und Grenzen menschlicher Erkenntnis
Thema: Was können wir mit Gewissheit erkennen? – Grundlagen und Grenzen menschlicher Erkenntnis
Inhaltsfeld: IF2: Erkenntnis und ihre Grenzen
Inhaltliche Schwerpunkte
- Prinzipien und Reichweite menschlicher Erkenntnis
- Eigenart philosophischen Fragens und Denkens
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- beschreiben Phänomene der Lebenswelt vorurteilsfrei ohne verfrühte Klassifizierung (MK1),
- arbeiten aus Phänomenen der Lebenswelt und präsentativen Materialien verallgemeinernd relevante philosophische Fragen heraus (MK2),
- identifizieren in einfacheren philosophischen Texten Sachaussagen und Werturteile, Begriffsbestimmungen, Behauptungen, Begründungen, Erläuterungen und Beispiele (MK4),
- entwickeln mit Hilfe heuristischer Verfahren (u.a. Gedankenexperimenten, fiktiven Dilemmata) eigene philosophische Gedanken (MK6).
Verfahren der Präsentation und Darstellung
- stellen grundlegende philosophische Sachverhalte und Zusammenhänge in präsentativer Form (u.a. Visualisierung, bildliche und szenische Darstellung) dar (MK11),
- geben Kernaussagen und Grundgedanken einfacherer philosophischer Texte in eigenen Worten und distanziert, unter Zuhilfenahme eines angemessenen Textbeschreibungsvokabulars, wieder und verdeutlichen den interpretatorischen Anteil (MK12).
Handlungskompetenz: beteiligen sich mit philosophisch dimensionierten Beiträgen an der Diskussion allgemein-menschlicher und gegenwärtiger gesellschaftlich-politischer Fragestellungen (HK4).
Stufe Q1, Vorhaben I: Ist der Mensch mehr als Materie? – Das Leib-Seele-Problem
Thema: Ist der Mensch mehr als Materie? – Das Leib-Seele-Problem
Inhaltsfeld: IF 3: Das Selbstverständnis des Menschen
Inhaltliche Schwerpunkte
- Das Verhältnis von Leib und Seele
- Der Mensch als freies und selbstbestimmtes Wesen
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- arbeiten aus Phänomenen der Lebenswelt und präsentativen Materialien abstrahierend relevante philosophische Fragen heraus und erläutern diese (MK2)
- analysieren den gedanklichen Aufbau und die zentralen Argumentationsstrukturen in philosophischen Texten und interpretieren wesentliche Aussagen (MK5),
- entwickeln mit Hilfe heuristischer Verfahren (u.a. Gedankenexperimenten, fiktiven Dilemmata) eigene philosophische Gedanken und erläutern diese (MK6),
- bestimmen philosophische Begriffe mit Hilfe verschiedener definitorischer Verfahren (MK7).
Verfahren der Präsentation und Darstellung
- stellen argumentativ abwägend philosophische Probleme und Problemlösungsbeiträge, auch in Form eines Essays, dar (MK13).
Handlungskompetenz: vertreten im Rahmen rationaler Diskurse im Unterricht ihre eigene Position und gehen dabei auch argumentativ auf andere Positionen ein (HK3).
Konkretisierte Sachkompetenz
- erklären philosophische Begriffe und Positionen, die das Verhältnis von Leib und Seele unterschiedlich bestimmen (u. a. Dualismus, Monismus, Materialismus, Reduktionismus),
- stellen die Frage nach der Freiheit des menschlichen Willens als philosophisches Problem dar und grenzen dabei Willens- von Handlungsfreiheit ab,
- analysieren und rekonstruieren eine die Willensfreiheit verneinende und eine sie bejahende Auffassung des Menschen in ihren wesentlichen gedanklichen Schritten und ordnen diese als deterministisch bzw. indeterministisch ein,
- erläutern eine die Willensfreiheit verneinende und eine sie bejahende Auffassung des Menschen im Kontext von Entscheidungssituationen.
Konkretisierte Urteilskompetenz
- erörtern unter Bezugnahme auf die behandelten dualistischen und materialistisch-reduktionistischen Denkmodelle argumentativ abwägend die Frage nach dem Verhältnis von Leib und Seele,
- erörtern abwägend Konsequenzen einer deterministischen und indeterministischen Position im Hinblick auf die Verantwortung des Menschen für sein Handeln (u. a. die Frage nach dem Sinn von Strafe),
- erörtern unter Bezugnahme auf die deterministische und indeterministische Position argumentativ abwägend die Frage nach der menschlichen Freiheit und ihrer Denkmöglichkeit.
Stufe Q1, Vorhaben II: Ist die Kultur die Natur des Menschen? – Der Mensch als Produkt der natürlichen Evolution und die Bedeutung der Kultur für seine Entwicklung
Thema: Ist die Kultur die Natur des Menschen? – Der Mensch als Produkt der natürlichen Evolution und die Bedeutung der Kultur für seine Entwicklung
Inhaltsfeld
- IF 3: Das Selbstverständnis des Menschen)
- IF 5: Zusammenleben in Staat und Gesellschaft)
Inhaltliche Schwerpunkte
- Der Mensch als Natur- und Kulturwesen
- Der Primat der Gemeinschaft als Prinzip staatsphilosophischer Legitimation
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- ermitteln in philosophischen Texten das diesen jeweils zugrundeliegende Problem bzw. ihr Anliegen sowie die zentrale These (MK3),
- identifizieren in philosophischen Texten Sachaussagen und Werturteile, Begriffsbestimmungen, Behauptungen, Begründungen, Voraussetzungen, Folgerungen, Erläuterungen und Beispiele (MK4).
Verfahren der Präsentation und Darstellung
- stellen philosophische Sachverhalte und Zusammenhänge in diskursiver Form strukturiert und begrifflich klar dar (MK10).
Handlungskompetenz: beteiligen sich mit philosophischen Beiträgen an der Diskussion allgemein-menschlicher und gegenwärtiger gesellschaftlich-politischer Fragestellungen (HK4).
Konkretisierte Sachkompetenz
- rekonstruieren eine den Menschen als Kulturwesen bestimmende anthropologische Position in ihren wesentlichen gedanklichen Schritten und erläutern diese Bestimmung an zentralen Elementen von Kultur,
- rekonstruieren ein am Prinzip der Gemeinschaft orientiertes Staatsmodell in seinen wesentlichen Gedankenschritten
Konkretisierte Urteilskompetenz
- erörtern unter Bezugnahme auf die behandelte kulturanthropologische Position argumentativ abwägend die Frage nach dem Menschen als Natur- oder Kulturwesen,
- erörtern abwägend anthropologische Voraussetzungen des behandelten Staatsmodells und deren Konsequenzen,
- bewerten kriteriengeleitet und argumentierend die Tragfähigkeit der behandelten anthropologischen Positionen zur Orientierung in grundlegenden Fragen des Daseins.
Stufe Q1, Vorhaben III: Welche Ordnung der Gemeinschaft ist gerecht?
Thema: Welche Ordnung der Gemeinschaft ist gerecht?
Inhaltsfeld: IF 5: Zusammenleben in Staat und Gesellschaft
Inhaltliche Schwerpunkte: Gemeinschaft als Prinzip staatsphilosophischer Legitimation
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- ermitteln in philosophischen Texten das diesen jeweils zugrundeliegende Problem bzw. ihr Anliegen sowie die zentrale These (MK3),
- analysieren den gedanklichen Aufbau und die zentralen Argumentationsstrukturen in philosophischen Texten und interpretieren wesentliche Aussagen (MK5),
- entwickeln mit Hilfe heuristischer Verfahren (u. a. Gedankenexperimenten, fiktiven Dilemmata) eigene philosophische Gedanken und erläutern diese (MK6)
Verfahren der Präsentation und Darstellung
- stellen philosophische Sachverhalte und Zusammenhänge in diskursiver Form strukturiert und begrifflich klar dar (MK 10),
- stellen philosophische Sachverhalte und Zusammenhänge in präsentativer Form (u. a. Visualisierung, bildliche und szenische Darstellung) dar (MK11),
- geben Kernaussagen und Gedanken- bzw. Argumentationsgang philosophischer Texte in eigenen Worten und distanziert, unter Zuhilfenahme eines angemessenen Textbeschreibungsvokabulars, wieder und belegen Interpretationen durch korrekte Nachweise (MK 12).
Handlungskompetenz
- vertreten im Rahmen rationaler Diskurse im Unterricht ihre eigene Position und gehen dabei auch argumentativ auf andere Positionen ein (HK3),
- beteiligen sich mit philosophischen Beiträgen an der Diskussion allgemein-menschlicher und gegenwärtiger gesellschaftlich-politischer Fragestellungen (HK4).
Konkretisierte Sachkompetenz
- stellen die Legitimationsbedürftigkeit staatlicher Herrschaft als philosophisches Problem dar und entwickeln eigene Lösungsansätze in Form von möglichen Staatsmodellen,
- rekonstruieren ein am Prinzip der Gemeinschaft orientiertes Staatsmodell in seinen wesentlichen Gedankenschritten.
Konkretisierte Urteilskompetenz: erörtern abwägend anthropologische Voraussetzungen der behandelten Staatsmodelle und deren Konsequenzen.
Stufe Q1, Vorhaben IV: Wie kann das Leben gelingen? – Auffassungen eines guten Lebens
Thema: Wie kann das Leben gelingen? – Auffassungen eines guten Lebens
Inhaltsfeld: IF 4: Werte und Normen des Handelns
Inhaltliche Schwerpunkte: Grundsätze eines gelingenden Lebens
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- ermitteln in philosophischen Texten das diesen jeweils zugrundeliegende Problem bzw. ihr Anliegen sowie die zentrale These (MK3),
- identifizieren in philosophischen Texten Sachaussagen und Werturteile, Begriffsbestimmungen, Behauptungen, Begründungen, Voraussetzungen, Folgerungen, Erläuterungen und Beispiele (MK4),
- analysieren den gedanklichen Aufbau und die zentralen Argumentationsstrukturen in philosophischen Texten und interpretieren wesentliche Aussagen (MK5)
Verfahren der Präsentation und Darstellung
- geben Kernaussagen und Gedanken- bzw. Argumentationsgang philosophischer Texte in eigenen Worten und distanziert, unter Zuhilfenahme eines angemessenen Textbeschreibungsvokabulars, wieder und belegen Interpretationen durch korrekte Nachweise (MK12),
- stellen argumentativ abwägend philosophische Probleme und Problemlösungsbeiträge dar, auch in Form eines Essays (MK13).
Handlungskompetenz
- rechtfertigen eigene Entscheidungen und Handlungen durch plausible Gründe und Argumente und nutzen dabei das Orientierungspotential philosophischer Positionen und Denkmodelle (HK2),
- vertreten im Rahmen rationaler Diskurse im Unterricht ihre eigene Position und gehen dabei auch argumentativ auf andere Positionen ein (HK3).
Konkretisierte Sachkompetenz: rekonstruieren eine philosophische Antwort auf die Frage nach dem gelingenden Leben in ihren wesentlichen gedanklichen Schritten und ordnen sie in das ethische Denken ein.
Konkretisierte Urteilskompetenz: bewerten kriteriengeleitet und argumentierend die Tragfähigkeit der behandelten eudämonistischen Position zur Orientierung in Fragen der eigenen Lebensführung
Stufe Q1, Vorhaben V: Wonach richte ich mein Handeln aus? – Nützlichkeit oder Pflicht
Thema: Wonach richte ich mein Handeln aus? – Nützlichkeit oder Pflicht
Inhaltsfeld: IF 4: Werte und Normen des Handelns
Inhaltliche Schwerpunkte: Nützlichkeit und Pflicht als ethische Prinzipien
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- ermitteln in philosophischen Texten das diesen jeweils zugrundeliegende Problem bzw. ihr Anliegen sowie die zentrale These (MK3),
- analysieren den gedanklichen Aufbau und die zentralen Argumentationsstrukturen in philosophischen Texten und interpretieren wesentliche Aussagen (MK5),
- entwickeln mit Hilfe heuristischer Verfahren (u.a. Gedankenexperimenten, fiktiven Dilemmata) eigene philosophische Gedanken und erläutern diese (MK6).
Verfahren der Präsentation und Darstellung
- stellen philosophische Sachverhalte und Zusammenhänge in diskursiver Form strukturiert und begrifflich klar dar (MK10),
- geben Kernaussagen und Gedanken- bzw. Argumentationsgang philosophischer Texte in eigenen Worten und distanziert, unter Zuhilfenahme eines angemessenen Textbeschreibungsvokabulars, wieder und belegen Interpretationen durch korrekte Nachweise (MK12).
Handlungskompetenz: rechtfertigen eigene Entscheidungen und Handlungen durch plausible Gründe und Argumente und nutzen dabei das Orientierungspotential philosophischer Positionen und Denkmodelle (HK2).
Konkretisierte Sachkompetenz
- analysieren ethische Positionen, die auf dem Prinzip der Nützlichkeit und auf dem Prinzip der Pflicht basieren, in ihren wesentlichen gedanklichen Schritten,
- erläutern die behandelten ethischen Positionen an Beispielen und ordnen sie in das ethische Denken ein.
Konkretisierte Urteilskompetenz: bewerten kriteriengeleitet und argumentierend die Tragfähigkeit utilitaristischer und deontologischer Grundsätze zur Orientierung in Fragen moralischen Handelns
Stufe Q1, Vorhaben VI: Gibt es eine Verantwortung des Menschen für die Natur?
Thema: Gibt es eine Verantwortung des Menschen für die Natur?
Inhaltsfeld: IF 4: Werte und Normen des Handelns
Inhaltliche Schwerpunkte: Verantwortung in Fragen angewandter Ethik
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- argumentieren unter bewusster Ausrichtung an einschlägigen philosophischen Argumentationsverfahren (z. B. Toulmin-Schema) (MK8),
- recherchieren Informationen, Hintergrundwissen sowie die Bedeutung von Fremdwörtern und Fachbegriffen unter Zuhilfenahme von (auch digitalen) Lexika und fachspezifischen Nachschlagewerken (MK9).
Verfahren der Präsentation und Darstellung
- stellen philosophische Sachverhalte und Zusammenhänge in präsentativer Form (u. a. Visualisierung, bildliche und szenische Darstellung) dar (MK11),
- geben Kernaussagen und Gedanken- bzw. Argumentationsgang philosophischer Texte in eigenen Worten und distanziert, unter Zuhilfenahme eines angemessenen Textbeschreibungsvokabulars, wieder und belegen Interpretationen durch korrekte Nachweise (MK12)
Handlungskompetenz
- entwickeln auf der Grundlage philosophischer Positionen und Denkmodelle verantwortbare Handlungsoptionen für aus der Alltagswirklichkeit erwachsende Problemstellungen (HK1),
- beteiligen sich mit philosophischen Beiträgen an der Diskussion allgemein-menschlicher und gegenwärtiger gesellschaftlich-politischer Fragestellungen (HK4).
Konkretisierte Sachkompetenz: analysieren und rekonstruieren eine Verantwortung in ethischen Anwendungskontexten begründende Position (u. a. für die Bewahrung der Natur) in ihren wesentlichen gedanklichen Schritten und erläutern sie an Beispielen.
Konkretisierte Urteilskompetenz
- bewerten kriteriengeleitet und argumentierend die Tragfähigkeit der behandelten verantwortungsethischen Position zur Orientierung in Entscheidungsfeldern angewandter Ethik,
- erörtern unter Bezugnahme auf die behandelte verantwortungsethische Position argumentativ abwägend die Frage nach der moralischen Verantwortung in Entscheidungsfeldern angewandter Ethik.
Stufe Q2, Vorhaben I: Gibt es eine wahre Erkenntnis?
Thema: Gibt es eine wahre Erkenntnis?
Inhaltsfeld: IF 6: Geltungsansprüche der Wissenschaften
Inhaltliche Schwerpunkte: Erkenntnistheoretische Grundlagen der Wissenschaften
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- beschreiben Phänomene der Lebenswelt vorurteilsfrei und sprachlich genau ohne verfrühte Klassifizierung (MK1),
- ermitteln in philosophischen Texten das diesen jeweils zugrundeliegende Problem bzw. ihr Anliegen sowie die zentrale These (MK3),
- analysieren den gedanklichen Aufbau und die zentralen Argumentationsstrukturen in philosophischen Texten und interpretieren wesentliche Aussagen (MK5),
- entwickeln mit Hilfe heuristischer Verfahren (u.a. Gedankenexperimenten, fiktiven Dilemmata) eigene philosophische Gedanken und erläutern diese (MK6).
Verfahren der Präsentation und Darstellung
- geben Kernaussagen und Gedanken- bzw. Argumentationsgang philosophischer Texte in eigenen Worten und distanziert, unter Zuhilfenahme eines angemessenen Textbeschreibungsvokabulars, wieder und belegen Interpretationen durch korrekte Nachweise (MK12).
Handlungskompetenz: vertreten im Rahmen rationaler Diskurse im Unterricht ihre eigene Position und gehen dabei auch argumentativ auf andere Positionen ein (HK3).
Konkretisierte Sachkompetenz
- stellen die Frage nach dem besonderen Erkenntnis- und Geltungsanspruch der Wissenschaften als erkenntnistheoretisches Problem dar und erläutern dieses an Beispielen aus ihrem Unterricht in verschiedenen Fächern,
- analysieren eine rationalistische und eine empiristische Position zur Klärung der Grundlagen wissenschaftlicher Erkenntnis in ihren wesentlichen argumentativen Schritten und grenzen diese voneinander ab.
Konkretisierte Urteilskompetenz
- beurteilen die argumentative Konsistenz der behandelten rationalistischen und empiristischen Position,
- erörtern abwägend Konsequenzen einer empiristischen und einer rationalistischen Bestimmung der Grundlagen der Naturwissenschaften für deren Erkenntnisanspruch.
Stufe Q2, Vorhaben II: Gibt es eine ethische Verantwortung dem medizinischen Fortschritt Grenzen zu setzen? – Möglichkeiten und Gefahren des medizinischen Fortschritts
Thema: Gibt es eine ethische Verantwortung dem medizinischen Fortschritt Grenzen zu setzen? –
Möglichkeiten und Gefahren des medizinischen Fortschritts
Inhaltsfeld: IF 4: Werte und Normen des Handelns
Inhaltliche Schwerpunkte: Verantwortung in ethischen Anwendungskontexten
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- beschreiben Phänomene der Lebenswelt vorurteilsfrei und sprachlich genau ohne verfrühte Klassifizierung (MK1),
- arbeiten aus Phänomenen der Lebenswelt und präsentativen Materialien abstrahierend relevante philosophische Fragen heraus und erläutern diese (MK2),
- ermitteln in philosophischen Texten das diesen jeweils zugrundeliegende Problem bzw. ihr Anliegen sowie die zentrale These (MK3).
Verfahren der Präsentation und Darstellung
- stellen philosophische Sachverhalte und Zusammenhänge in diskursiver Form strukturiert und begrifflich klar dar (MK10),
- stellen philosophische Sachverhalte und Zusammenhänge in präsentativer Form (u. a. Visualisierung, bildliche und szenische Darstellung) dar (MK11),
- stellen argumentativ abwägend philosophische Probleme und Problemlösungsbeiträge, auch in Form eines Essays, dar (MK13).
Handlungskompetenz
- entwickeln auf der Grundlage philosophischer Positionen und Denkmodelle verantwortbare Handlungsoptionen für aus der Alltagswirklichkeit erwachsende Problemstellungen (HK1),
- rechtfertigen eigene Entscheidungen und Handlungen durch plausible Gründe und Argumente und nutzen dabei das Orientierungspotential philosophischer Positionen und Denkmodelle (HK2),
- beteiligen sich mit philosophischen Beiträgen an der Diskussion allgemein-menschlicher und gegenwärtiger gesellschaftlich-politischer Fragestellungen (HK4).
Konkretisierte Sachkompetenz
- erläutern die behandelten ethischen Positionen an Beispielen und ordnen sie in das ethische Denken ein,
- analysieren und rekonstruieren eine Verantwortung in ethischen Anwendungskontexten begründende Position (u. a. für den Schutz der Menschenwürde in der Medizinethik) in ihren wesentlichen gedanklichen Schritten und erläutern sie an Beispielen.
Konkretisierte Urteilskompetenz
- bewerten kriteriengeleitet und argumentierend die Tragfähigkeit der behandelten verantwortungsethischen Position zur Orientierung in Entscheidungsfeldern angewandter Ethik,
- erörtern unter Bezugnahme auf die behandelte verantwortungsethische Position argumentativ abwägend die Frage nach der moralischen Verantwortung in Entscheidungsfeldern angewandter Ethik.
Stufe Q2, Vorhaben III: Wie gelangen die Wissenschaften zu Erkenntnissen? – Anspruch und Verfahrensweisen der modernen Naturwissenschaften
Thema: Wie gelangen die Wissenschaften zu Erkenntnissen? –
Anspruch und Verfahrensweisen der modernen Naturwissenschaften
Inhaltsfeld: IF 6: Geltungsansprüche der Wissenschaften
Inhaltliche Schwerpunkte: Der Anspruch der Naturwissenschaften auf Objektivität
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- bestimmen philosophische Begriffe mit Hilfe definitorischer Verfahren und grenzen sie voneinander ab (MK7),
- argumentieren unter bewusster Ausrichtung an einschlägigen philosophischen Argumentationsverfahren (u. a. Toulmin-Schema) (MK8)
- recherchieren Informationen, Hintergrundwissen sowie die Bedeutung von Fremdwörtern und Fachbegriffen unter Zuhilfenahme von (auch digitalen) Lexika und fachspezifischen Nachschlagewerken (MK9).
Verfahren der Präsentation und Darstellung
- stellen philosophische Sachverhalte und Zusammenhänge in präsentativer Form (u. a. Visualisierung, bildliche und szenische Darstellung) dar (MK11),
- stellen argumentativ abwägend philosophische Probleme und Problemlösungsbeiträge, auch in Form eines Essays, dar (MK13).
Handlungskompetenz: beteiligen sich mit philosophischen Beiträgen an der Diskussion allgemein-menschlicher und gegenwärtiger gesellschaftlich-politischer Fragestellungen (HK4).
Konkretisierte Sachkompetenz
- rekonstruieren ein den Anspruch der Naturwissenschaften auf Objektivität reflektierendes Denkmodell in seinen wesentlichen argumentativen Schritten und erläutern es an Beispielen aus der Wissenschaftsgeschichte,
- erklären zentrale Begriffe des behandelten wissenschaftstheoretischen Denkmodells.
Konkretisierte Urteilskompetenz
- erörtern abwägend erkenntnistheoretische Voraussetzungen des behandelten wissenschaftstheoretischen Modells und seine Konsequenzen für das Vorgehen in den Naturwissenschaften,
- erörtern unter Bezug auf das erarbeitete wissenschaftstheoretische Denkmodell argumentativ abwägend die Frage nach der Fähigkeit der Naturwissenschaften, objektive Erkenntnis zu erlangen.
Stufe Q2, Vorhaben IV: Wie lässt sich das Interesse des Individuums mit einem Gesellschaftsvertrag vereinbaren? – Kontraktualistische Staatstheorien im Vergleich
Thema: Wie lässt sich das Interesse des Individuums mit einem Gesellschaftsvertrag vereinbaren? –
Kontraktualistische Staatstheorien im Vergleich
Inhaltsfeld: IF 5: Zusammenleben in Staat und Gesellschaft
Inhaltliche Schwerpunkte: Individualinteresse und Gesellschaftsvertrag als Prinzip staatsphilosophischer Legitimation
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- identifizieren in philosophischen Texten Sachaussagen und Werturteile, Begriffsbestimmungen, Behauptungen, Begründungen, Voraussetzungen, Folgerungen, Erläuterungen und Beispiele (MK4),
- analysieren den gedanklichen Aufbau und die zentralen Argumentationsstrukturen in philosophischen Texten und interpretieren wesentliche Aussagen (MK5).
Verfahren der Präsentation und Darstellung
- stellen philosophische Sachverhalte und Zusammenhänge in diskursiver Form strukturiert und begrifflich klar dar (MK10),
- stellen philosophische Sachverhalte und Zusammenhänge in präsentativer Form (u. a. Visualisierung, bildliche und szenische Darstellung) dar (MK11).
Handlungskompetenz
- rechtfertigen eigene Entscheidungen und Handlungen durch plausible Gründe und Argumente unter Rückgriff auf das Orientierungspotential philosophischer Positionen und Denkmodelle (HK2),
- vertreten im Rahmen rationaler Diskurse im Unterricht ihre eigene Position und gehen dabei auch argumentativ auf andere Positionen ein (HK3).
Konkretisierte Sachkompetenz
- analysieren unterschiedliche Modelle zur Rechtfertigung des Staates durch einen Gesellschaftsvertrag in ihren wesentlichen Gedankenschritten und stellen gedankliche Bezüge zwischen ihnen im Hinblick auf die Konzeption des Naturzustandes und der Staatsform her,
- erklären den Begriff des Kontraktualismus als Form der Staatsbegründung und ordnen die behandelten Modelle in die kontraktualistische Begründungstradition ein.
Konkretisierte Urteilskompetenz
- bewerten die Überzeugungskraft der behandelten kontraktualistischen Staatmodelle im Hinblick auf die Legitimation eines Staates angesichts der Freiheitsansprüche des Individuums,
- bewerten kriteriengeleitet und argumentierend die Tragfähigkeit der behandelten kontraktualistischen Staatsmodelle zur Orientierung in gegenwärtigen politischen Problemlagen.
Stufe Q2, Vorhaben V: Kann der Staat für den Einzelnen politische Mitwirkung und soziale Gerechtigkeit gewährleisten?
Thema: Kann der Staat für den Einzelnen politische Mitwirkung und soziale Gerechtigkeit gewährleisten?
Inhaltsfeld: IF 5: Zusammenleben in Staat und Gesellschaft
Inhaltliche Schwerpunkte
- Konzepte von Demokratie und sozialer Gerechtigkeit
- Moderne Konzepte von Demokratie und sozialer Gerechtigkeit
Die Schülerinnen und Schüler …
Methodenkompetenz
Verfahren der Problemreflexion
- arbeiten aus Phänomenen der Lebenswelt und präsentativen Materialien abstrahierend relevante philosophische Fragen heraus und erläutern diese (MK2),
- recherchieren Informationen, Hintergrundwissen sowie die Bedeutung von Fremdwörtern und Fachbegriffen unter Zuhilfenahme von (auch digitalen) Lexika und fachspezifischen Nachschlagewerken (MK9).
Verfahren der Präsentation und Darstellung
- stellen philosophische Sachverhalte und Zusammenhänge in diskursiver Form strukturiert und begrifflich klar dar (MK10).
Handlungskompetenz
- entwickeln auf der Grundlage philosophischer Positionen und Denkmodelle verantwortbare Handlungsoptionen für aus der Alltagswirklichkeit erwachsende Problemstellungen (HK1),
- beteiligen sich mit philosophischen Beiträgen an der Diskussion allgemein-menschlicher und gegenwärtiger gesellschaftlich-politischer Fragestellungen (HK4).
Konkretisierte Sachkompetenz: analysieren und rekonstruieren eine staatsphilosophische Position zur Bestimmung von Demokratie und eine zur Bestimmung von sozialer Gerechtigkeit in ihren wesentlichen Gedankenschritten.
Konkretisierte Urteilskompetenz
- bewerten kriteriengeleitet und argumentierend die Tragfähigkeit der behandelten Konzepte zur Bestimmung von Demokratie und sozialer Gerechtigkeit,
- erörtern unter Bezugnahme auf die behandelten Positionen zur Bestimmung von Demokratie und sozialer Gerechtigkeit argumentativ abwägend die Frage nach dem Recht auf Widerstand in einer Demokratie.
Leistungsbewertung
Die Bewertung der Sonstigen Leistungen bezieht sich in den Sekundarstufen I und II nicht nur auf die Quantität und Qualität der freiwilligen und eingeforderten Beiträge in Unterrichtsgesprächen, sondern setzt sich zusätzlich zum Beispiel auch zusammen aus:
- im Unterricht entstandenen Arbeitsergebnissen (z. B. Essays)
- schriftlichen Übungen; in der Regel eine schriftliche Übung pro Halbjahr
- Kurzreferaten
- ordnungsgemäßer Führung eines Hefters oder Heftes
Dem eigenverantwortlichen Arbeiten wird in der Sekundarstufe II eine höhere Gewichtung als in der Sekundarstufe I beigemessen.
In der Sekundarstufe II ergibt sich die Halbjahresnote bei Klausurschreibern gleichwertig aus den Leistungen im Beurteilungsbereich „Klausuren“ und den Leistungen im Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen“.
Zu den Klausuren:
Standardsicherung
Die unterrichtenden Fachlehrer/-innen überprüfen regelmäßig die Aktualität und Konformität der Unterrichtsinhalte mit den Vorgaben des Schulministeriums.
Im Unterricht werden regelmäßige Leistungsüberprüfungen in Form von Tests und/oder Klausuren vorgenommen, die die Kompetenzprogression im Sinne der ministeriellen Vorgaben unterstützen und Standards sichern helfen. Siehe auch den Abschnitt „Leistungsbewertung“.
Wichtige Informationen zu den Abiturvorgaben für die kommenden Abiturjahrgänge, die Operatorenübersicht (Aufgabenformulierungen) und Abitur-Beispielaufgaben des Grundkurs- und Leistungskursniveaus sind im Bildungsportal des Schulministeriums einsehbar.
Abiturvorgaben, Operatorenübersichten und Beispielaufgaben veröffentlicht das Bildungsportal des Schulministeriums NRW (Standardsicherung).
Hausaufgaben
Gemäß Schulkonzept werden in der Regel keine Hausaufgaben aufgegeben.
Da angesichts der Schulzeitverkürzung auf acht Schuljahre Unterrichtsinhalte komprimiert und die Freiräume für nicht obligatorische Unterrichtsvorhaben eingeschränkt werden müssen, behält sich die Fachgruppe Philosophie vor, z. B. in den folgenden Fällen Hausaufgaben zu erteilen:
- bei Recherchen und Materialbeschaffungen zur Vorbereitung des Unterrichts
- in schriftlicher Form, vor allem in der Stufe 9, um an die eigenverantwortliche Arbeitsweise der Sek. II heranzuführen. Diese Hausaufgaben werden nicht kurzfristig erteilt.
Die Wiederholung der im Unterricht erworbenen Kenntnisse und die Vorbereitung auf Lernerfolgskontrollen sind selbstverständlich in häuslicher Arbeit zu erledigen.
Siehe auch das Lernaufgabenkonzept der Schule.
Medienbildung
Informationstechnische Grundbildung
In den Stufen 8 und 9 wird die Fähigkeit effektiver und kritischer Internetrecherche angewendet und weiterentwickelt. Die Aufbereitung der Ergebnisse für die mediale Gestaltung von Präsentationen wird vertieft.
Medienkompetenz
Im Philosophieunterricht werden Schülerinnen und Schüler dazu angeleitet, einen kritischen Umgang mit Medien zu entwickeln.
Diese Kritikfähigkeit soll sich durch Anwendung, Auswertung und Reflexion der Medien herausbilden, damit sie zum Auswählen unterschiedlicher Medienangebote genutzt werden kann.
Zentrale Themen sind dabei die Frage nach Schein und Sein, dem Verhältnis und den Unterschieden zwischen Fiktion und Wirklichkeit, welche im Zeitalter von Computer, Internet und anderen virtuellen Welten nicht mehr einfach und eindeutig zu bestimmen sind.
Ziel ist hierbei nicht nur eine Auseinandersetzung des Schülers mit sich selbst und seinem Medienumgang in Form von persönlicher Bewusstseinsbildung, sondern auch die Herausstellung und Thematisierung der damit verbundenen wirtschaftlichen, technischen, sozialen, kulturellen und ästhetischen Möglichkeiten und Probleme.
Das Lernen mit Medien und über Medien findet demnach in nahezu allen philosophischen Bereichen statt, kann aber besonders in folgenden Themenschwerpunkten differenziert behandelt werden:
Sekundarstufe I
- Fragenkreis 5: Die Frage nach Natur, Kultur und Technik
- Fragenkreis 6: Die Frage nach Wahrheit, Wirklichkeit und Medien
- Fragenkreis 7: Die Frage nach Ursprung, Zukunft und Sinn
Sekundarstufe II
- Anthropologie
- Erkenntnistheorie
- Ethik
- Technikphilosophie
Im Fach „Praktische Philosophie“ in der Jahrgangsstufe 8 wird die Medienkompetenz in besonderer Weise im Rahmen einer Unterrichtsreihe zum Fragenkreis 6 „Die Frage nach Wahrheit, Wirklichkeit und Medien“ und zum Thema „Wahr und falsch im Verhältnis von Medien und Manipulation“ vermittelt.
Exkursionen und Projekte
Projekttag Q1
Am Exkursionstag der Religionskurse der Q1 wird eine Exkursion (z. B. ein Museumsbesuch) durchgeführt.